Redaktionsschluss für die Februar-Ausgabe -> 16. Dezember
Chevrolet Fleetline Coupé (1952) Amerikanische Liebe für Björn
Es gibt Momente, in denen man auf etwas ganz Besonderes stößt, wie dieses Chevrolet Fleetline Coupé (offizielle Version: DeLuxe). Was will man als Oldtimer-Liebhaber mehr? In Giekerk strahlte es eine besondere Anziehungskraft aus. Der Retro-Look, die stromlinienförmige Karosserie, das Fastback mit seinen eleganten Linien und die Chromakzente waren für Björn der Beginn einer amerikanischen Leidenschaft. Eine schöne Erinnerung an die 50er-Jahre und ein ideales Auto für jemanden, der etwas Besonderes sucht. Dass jeder seinen eigenen Weg findet, seinem Hobby nachzugehen, zeigt sich auch in seiner Geschichte.
Björn: „Im Juni 2019 war ich auf dem Oldstyle Weekend in Roden/Foxwolde. Wir besuchen solche Festivals und Treffen schon seit Jahren mit einer Gruppe von Freunden, sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland. Einer meiner Freunde ist stolzer Besitzer eines Chevy 3100 Pickup von 1951, mit dem er immer dabei ist. Der amerikanische Karosseriestil der späten 40er und frühen 50er Jahre ist in bestimmten Kreisen, wie zum Beispiel der Rockabilly-Szene, beliebt, weil er runder und etwas bescheidener wirkt als die Autos, die ab etwa 1955 auf den Markt kamen. Bei einigen Treffen gilt daher die Regel „Nur Fahrzeuge vor 55“. Meine Liebe zu diesen Autos wuchs schnell. Nachdem ich mit verschiedenen VWs (Golf Typ 1 und 2, Scirocco Typ 2, Transporter T3) angefangen hatte, fiel mein Blick bald auf die Coupés von Mercury, Chevrolet und Pontiac.“
Das fabelhafte Coupé
Zufällig stand dort ein Chevrolet Fleetline Coupé, und zwar ein Zweitürer – deutlich begehrter als ein Viertürer. Ich kam schnell mit dem damaligen Besitzer ins Gespräch. Er hatte den Wagen 2018 ohne Motor und Getriebe von einem Händler in Damwoude gekauft. Er hatte ihn mit einem Small-Block-V8-Motor, Automatikgetriebe und einer langen Liste weiterer Teile ausgestattet und ihn anschließend für die RDW (Niederländische Zulassungsbehörde) straßentauglich gemacht. Da er demnächst nach Schweden auswandern wollte und mehrere Oldtimer besaß, konnte ich ihn überzeugen, mir den Wagen zu verkaufen. Kurz darauf holte ich den Chevy bei ihm ab.
Arbeitsplan
Dann beginnt die Planung: Was will ich damit anfangen? Fahren und schrauben. Als Maschinenbaulehrer an der Berufsschule in Drachten ist mir Technik durchaus vertraut, wenn auch nicht speziell die von Autos. Doch mit einem originalen Werkstatthandbuch und dem Internet ist dieses Chevrolet Fleetline Coupé kein Rätsel mehr. Mein Motto: Fahren im Frühling und Sommer, schrauben im Winter. Mit beheizter Garage und Hebebühne ist das bestens machbar. Die Herausforderung besteht darin, ihn rechtzeitig zum Frühling fahrtüchtig zu machen. Nicht zu viel auf einmal, sondern logisch planen, was zuerst erledigt werden muss und was noch eine Saison warten kann. Mit drei kleinen Kindern ist die Zeit zum Schrauben knapp, also muss sie gut eingeteilt werden. Sobald alles fertig ist, unternehmen wir im Frühling und Sommer regelmäßig Ausflüge: Eis essen gehen, Picknicks, Familienbesuche. Die Kinder sitzen natürlich in Kindersitzen und sind mit den selbst eingebauten Sicherheitsgurten gesichert – eine der ersten Arbeiten am Auto.
Der soziale Aspekt
Der Besuch von Oldtimer-Festivals mit Freunden ist nach wie vor ein jährliches Ritual. Wir fahren oft einmal im Jahr zu einer mehrtägigen Veranstaltung in die Niederlande oder nach Deutschland, wie zum Beispiel zum Oldtimermarkt in Bockhorn. Wir waren sogar in Römö, Dänemark. Ein fantastischer Ausflug! Wir fuhren mit zwei Autos von Friesland zur dänischen Watteninsel und standen auf dem Rückweg zwei Stunden im Stau am Elbtunnel in Hamburg. Mit einem über 70 Jahre alten Oldtimer ist das kein Vergnügen. Eine Panne dort ist absolut tabu, deshalb müssen wir die Temperaturanzeige genau im Auge behalten. Zum Glück haben wir es aber aus eigener Kraft geschafft.
„Dieses Chevrolet Fleetline Coupé ist meiner Meinung nach ein echter Hingucker. Aus der Ferne ist es wunderschön, aber aus der Nähe sieht man, dass es irgendwann eine Komplettrestaurierung verdient. Das schaffe ich aber nicht in einem Winter, und dann gilt mein Motto nicht mehr. Mal sehen, wie es ausgeht. Die Zeit wird es zeigen.“
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(Nachfolgend finden Sie einige weitere Fotos.)

Wie schön, ich sehe, meine Schwester Sineke wünscht dir auch viele Jahre Reitvergnügen. Das ist wirklich eine sehr schöne, einzigartige Linie.
GM verstand es in den 50er Jahren, Autos zu bauen, bei denen alle Teile perfekt zusammenpassten. Der Kofferraumdeckel dieses Autos
Das Beautiful Coupé ist kein einfaches Blechteil, und die Motorhaube passt perfekt. Man muss bei diesem Exemplar wirklich vorsichtig sein.
Bei seinem Björn ist es etwas ganz Besonderes und selbst hier eine Rarität.
Grüße an alle AMK-Freunde aus dem klatschnassen YVR.
Bas.
Fantastisch! Keine billigen Felgen oder schriller Glitzerlack, einfach nur Originalität. Genau so, wie Chevrolet es vorgesehen hat...
Ich dachte dasselbe, wunderbar unberührt und originell!
Sehr schön und tolle Entwicklung, von VWs zu echten Autos! Was für ein wunderschönes Modell!
Was ist, wenn Sie es jemals wieder loswerden wollen?
Was für ein Auto, Björn! Wow, ein echter Hingucker! Schön zu sehen, dass du es sowohl im Winter für die Arbeit als auch im Sommer für Fahrspaß nutzt. Ich wünsche dir viele Jahre Fahrvergnügen!