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Lada 2105. Seit über drei Jahrzehnten ein fester Bestandteil der VAZ-Produktpalette.
Der Lada 2105 kam Ende 1980 auf den Markt. Diese Weiterentwicklung der bestehenden Lada-Modelle wurde fast drei Jahrzehnte lang gebaut und stellte bei ihrer Markteinführung eine deutliche Verbesserung der bestehenden Modellpalette dar. Der 2105 war eine Weiterentwicklung der 1300er-Serie und erinnerte, unter anderem in Bezug auf die Karosserie, an die Anfänge der Lada-Geschichte.
Die Geschichte des Lada 2105 begann in den 1960er-Jahren, als die Sowjetunion mit dem italienischen Fiat-Konzern zusammenarbeitete, um moderne Pkw zu entwickeln. Daraus entstand der VAZ-2101, besser bekannt als Zhiguli, eine sowjetische Variante des Fiat 124, die sich durch Zuverlässigkeit, Einfachheit und einen günstigen Preis auszeichnete. Bald folgten verbesserte und luxuriösere Modelle wie der VAZ-2103 und der VAZ-2106, die sowohl mehr Komfort als auch leistungsstärkere Motoren boten und damit den Grundstein für die Entwicklung des Lada 2105 legten.
1980 lief der erste Lada 2105 vom Band und unterschied sich sofort durch seine komplett neue Frontpartie von seinen Vorgängern. Anstelle der runden Scheinwerfer und des Chromgrills des 1300er-Modells erhielt der 2105 einen flachen, eckigen Grill mit rechteckigen Scheinwerfern, was dem Wagen ein moderneres und stromlinienförmigeres Aussehen verlieh. Schwarze Fensterrahmen ersetzten die Chromprofile der Vorgängermodelle und verstärkten den zeitgemäßen Eindruck. Auch die kleinen, feststehenden Vordertürfenster, ein Markenzeichen anderer Lada-Modelle, verschwanden beim 2105, wodurch die Türsäulen schlichter und optisch moderner wirkten. Darüber hinaus erhielt das Heck neue, größere Rückleuchten, und die größeren Stoßfänger fielen sofort ins Auge.
Auch der Innenraum des 2105 wurde überarbeitet. Das Armaturenbrett präsentiert sich nun in einem moderneren, aufgeräumteren Design, die Bedienelemente sind logischer angeordnet und die Sitze bieten etwas mehr Seitenhalt. Diese dezenten Anpassungen erhöhten den Komfort für Fahrer und Passagiere und festigten gleichzeitig die für Lada typischen Prinzipien. Technisch basierte der 2105 weitgehend auf der bewährten Technologie des 1300, mit Hinterradantrieb und (je nach Markt, Ausstattungsvariante und Bauzeitraum) vergleichbaren Motoren mit 1,2 bis 1,6 Litern Hubraum. Der 1294-cm³-Motor verfügte nun über einen Zahnriemen anstelle einer Steuerkette. Lada verbaute außerdem einen effizienteren Vergaser, einen Luftfilter mit temperaturgesteuerter Ansaugung, Servobremsen und H4-Scheinwerfer. Für spezielle Regierungsaufträge bot Lada auch Modelle mit Wankelmotor an. Für bestimmte Märkte wurde zudem ein Dieselmotor (1.5 l) eingeführt. Kleinere Verbesserungen an Fahrwerk und Federn sorgten für ein besseres und stabileres Fahrverhalten bei höheren Geschwindigkeiten, während Geräusch- und Vibrationspegel leicht reduziert wurden.
Der Lada 2105 erfreute sich großer Beliebtheit. Anfangs war er in den Niederlanden mit dem 1.3-Liter-Motor (Basisversion) und dem 1.5-Liter-Motor (der luxuriöseren GL-Variante, erkennbar an Merkmalen wie den Scheinwerferwischern) erhältlich. Die 1.2-Liter-Version kam später ins niederländische Angebot, war aber bereits seit der Markteinführung des 2105 auf dem heimischen Markt verfügbar. Heute gilt der Lada 2105 als Klassiker, der bei sowjetischen Autoliebhabern nostalgische Gefühle weckt. Er verkörpert eine Zeit, in der Einfachheit, Robustheit und praktische Technik im Vordergrund standen, und beweist, dass ein Design über Jahrzehnte relevant bleiben kann. Für Sammler und Autoliebhaber ist der Lada 2105 nach wie vor ein Auto, das zunehmend als Klassiker geschätzt wird.




Ein praktisches und leistungsstarkes Auto ohne Komplikationen
1981 bekam ich von dem Onkel meiner damaligen Freundin einen Fiat 1500 GL. Kotflügel und Türen waren komplett durchgerostet. Der Onkel kaufte immer die billigsten Autos in der einfachsten Ausstattung. Nachdem mein Schwiegervater, ein Mechaniker, den Motor überholt und die Karosserie mit neuen Kotflügeln, Türen und einem frischen Anstrich versehen hatte, sah er aus wie auf dem Bild. Ich fuhr ihn mehrere Jahre lang mit großer Freude und verbrauchte dabei, glaube ich, um die 1000 km/h (6 mpg). Die Lenkung war schwergängig, aber sie hat uns nur einmal im Stich gelassen.
Mein Vater hatte auch einen neuen von 1987, einen 2107er. Er war nicht sparsam, ich glaube, so um die 10.
oft war der Reifen platt (es war aber ein Schlauch drin).
Und der Lüfter machte viel Lärm, weil die Achse zu viel Spiel hatte.
Es hatte einen großen Wendekreis und war trotz tektonischer Behandlung stark verrostet.
Schlichtheit ist das Kennzeichen der Wahrheit. Ich persönlich finde diese Stahlfelgen ehrlich und erfrischend, ohne die Allüren der oft verweichlichten Aluminiumfelgen, die in der Automobilwelt seit etwa dreißig Jahren Standard sind.
Die Karosserie ist zeitlos schön! Mir gefällt sie bei Weitem besser als viele moderne Autos.
In den neunziger Jahren arbeitete ich als Schadensbearbeiter bei einer Versicherung.
Ein gestohlener 2105 (ja, auch diese wurden gestohlen), für den wir bezahlt hatten, wurde in Deutschland gefunden und befand sich auf der Autobahnmeisterei in der Nähe von Frankfurt.
Dilemma für die Abteilungsleitung, denn: aufgrund der Rückführung
Ups, versehentlich zu früh abgeschickt😜
Übersteigen die Kosten der Rückführung den Erlös aus dem Verkauf?
Anschließend legte ich dem Abteilungsleiter einen Kaufvertrag vor, in dem ich mich bereit erklärte, die Kosten (Lagerkosten) und den Nutzen des Lada für einen Gulden (!) zu übernehmen.
Ich habe den Lada mit dem Abschleppwagen des Garagenbesitzers eines Freundes abgeholt und bin damit den ganzen Winter lang herumgefahren.
Bei der Wartung fand ich sogar einen Gulden im Luftfiltergehäuse.
Dieser Lada war also mein bisher günstigstes Auto!
Die Lehre daraus: Damals war der Ruf der Marke so miserabel, dass niemand auch nur einen Cent dafür ausgeben wollte. Mit genügend Geduld kann aber selbst ein Lada zu einem begehrten Klassiker werden.
Oft sind die modernisierten Modelle etwas weniger schön als das Original.
Mein erstes Auto, Anfang der 80er Jahre, war ein gebrauchter 2103 oder 1500S für 10.000 Franken (etwa 250 Euro).
Ich bin damit etwa 60.000 Kilometer ohne Probleme gefahren, bis zur nächsten Hauptuntersuchung.
Sie hatten überhaupt keinen Rostschutz, und ich wusste damals noch nicht, dass man ein Auto schweißen kann, also habe ich die Löcher mit Glasfasermatten und Polyester gefüllt und mit einer Dose Farbe eine schönere Farbe als das ursprüngliche Weiß mit den vielen Löchern aufgetragen.
Ich habe keine schlechten Erinnerungen daran, es sprang immer problemlos an und fuhr einwandfrei, aber leider haftete ihm das Image von „armen Leuten, die sich kein Auto leisten konnten“ an.
Ab 1990 wurden fast alle diese Ladas und Wolgas aus Westeuropa importiert.
(Der 2105 war 1982 das meistverkaufte Auto in Belgien).
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Nun, die Belsener können mit Mayonnaise alles Mögliche anstellen.
Gute belgische Lösung; eure Mayonnaise ist besser!