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Alfa Romeo Alfasud 1.5 Super. Fahren mit einem Lächeln…

Alfa Romeo Alfasud 1.5 Super
ER Classics Desktop 2022

Als dieser schöne Alfa Romeo Alfasud 1.5 Super zum Händler zurückkehrte, wo er 1979 an den Erstbesitzer verkauft wurde, waren wir bereit, diesen coolen Italiener dem Asphalt anzuvertrauen. So haben wir uns einen großen Wunsch erfüllt.

Alfa Romeo Alfasuds sind aus mehreren Gründen selten geworden. Stahlblechqualität und brutaler Umgang mit Technik sind Beispiele dafür. Die zeitgemäße Exklusivität macht die Tatsache, dass wir ein schönes Exemplar fahren werden, zu etwas ganz Besonderem. Dieser Alfa Romeo Alfasud 1.5 Super ist ein Auto für Enthusiasten, das seit 39 Jahren in den richtigen Händen ist. Außerdem stammt der Alfa Romeo Alfasud aus der verbesserten Baureihe von 1977 und später. Es bedeutet, dass wir die Magie, die der Süditaliener an die Oberfläche bringt, voll und ganz genießen können.


Dezentes Interieur in Alfasud

Ich kann es kaum erwarten, mit dem Alfa auf die Straße zu gehen. Der Wunsch wird im Innenraum verstärkt. Keine Spur von Exzess, dafür aber geschmackvollen Minimalismus, die richtigen Details und Akzente und dezente schlanke Linien. Die Innenausstattung ist aus schönem Velours. Und das passt perfekt zu der in Verde Matese lackierten Karosserie. Die Sitze – recht einfach aufgebaut – heißen Sie willkommen und bieten eine tiefe und aktive Sitzposition hinter einem filigranen, nach innen gewölbten Dreispeichen-Lenkrad. Ich drehe den linken Zündschlüssel zu mir und der wassergekühlte 1.5-Boxermotor signalisiert uns, dass er startbereit ist.

Ruhige Einführung

Die ersten Kilometer legen wir in Ruhe zurück. Ich lasse den Motor auf Temperatur kommen – auch durch den halb ausgezogenen Handchoke. Inzwischen merkt man, wie leichtgängig und präzise das Fünfganggetriebe, die feine Kupplung und die präzise Lenkung die frühe Fahrt angenehmer machten. Wir merken auch, dass Unebenheiten auf sportliche Weise gedämpft werden. Ergonomie und Benutzerfreundlichkeit wurden für den Alfasud eindeutig definiert. Nehmen Sie nun den Hebel an der rechten Seite der Lenksäule. Es kombiniert die Bedienung der Scheibenwischer, des Gebläses und des Doppelhorns. Anders, auf angenehme Weise. Trivialitäten wie die Rundumsicht bestätigen weiter, wie durchdacht dieser Alfa Romeo Alfasud 1.5 Super konzipiert wurde.

Fortschrittlich von der Ruhe zur Dynamik

Inzwischen ist die Motortemperatur auf die richtige Höhe gestiegen. Der Choke ist ausgeschaltet. Und das bedeutet, dass wir den glatten 1.5-Boxer bewegen können, um dem federleichten Sud die Sporen zu geben. Wenn ich das Gaspedal tiefer trete, scheint es, dass die 1490 ccm messende (und 84 PS leistende) Kraftquelle sehr gut zum sportlich konstruierten Alfasud passt. Der Übergang von befriedigender Ruhe zu intensiver Dynamik ist in der Tat hauchdünn und vollzieht sich nach und nach mit einer schönen Paarentwicklung. Das Fünfganggetriebe hat eine schöne Überschneidung in allen Gängen ohne drastische Drehzahlen. Auf der Autobahn ist man gerade mit der Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern unterwegs und selbst dann ist das Ende der Beschleunigungskurve noch lange nicht in Sicht, auch weil das schöne Drehmoment noch lange zur Verfügung steht.

Lust anregend

Natürlich lassen wir den Alfa auch auf den netten kleinen friesischen Partystraßen im Landesinneren raus. Dort wird noch einmal deutlich, mit welchen brillanten Fahreigenschaften der Alfa Romeo Alfasud 1.5 Super ausgestattet war. Der Alfa ist ein ideales Kurvenauto, er verrät nie das Vertrauen, das Sie ihm entgegenbringen. Der Sud ist fest auf der Straße. Extrem neutral und präzise lenkbar, weckt es die starke Lust auf neue Kurven. Ecken, in die sich der Alfasud kaum lehnt. Und bei guten Bremsmanövern hält das Sud die horizontale Linie, auch dank der Watt-Arme am Heck.

Kohärentes Zusammenspiel

Das Chassis ist ein technisches und rein mechanisches Meisterwerk. Die Vorderradaufhängung mit ihren McPherson-Federelementen, den quer positionierten unteren Stützarmen und den abgewinkelten vorderen Armen (verbunden mit dem Stabilisator) ist meisterhaft. Mit dem Watt-Fahrwerk, der starren Hinterachse und der Panhard-Stange bildet es mit dem hinteren Teil des Chassis ein schönes Ganzes. Das kohärente Zusammenspiel des Fahrgestells mit dem Gaspedal, der Lenkung, dem geringen ungefederten Gewicht (Bremsscheiben am Getriebe) und dem hervorragenden Motor schrumpft nicht. Kein Moment

Faszinierend

Der Alfa wird immer anspruchsvoller. Alles hat jedoch ein Ende. Das Abenteuer ist vorbei. Wenn wir uns verabschieden, ist die Erinnerung, die uns inspiriert, dass wir mit dem besten Frontantriebsauto seiner Zeit ausgegangen sind. Es ist diese Retrospektive, die den starken Wunsch weckt, bald wieder einen der am schönsten konstruierten Kompakten zu fahren. Denn sie bot uns pure Faszination. Und das ist nur eine Untertreibung für die Erfahrung, die wir mit diesem seltenen und spaßigen Alfa Romeo machen durften. verrückt.

10 Kommentare

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  1. was für eine Freude zu sehen und zu lesen.
    Ab 1978 durfte ich viele Jahre auf dem Rücksitz eines scheinbar völlig identischen Exemplars sitzen. Auch in Verde Matese. war nur der 1.3 Super.
    Wenn er es tat, war es tatsächlich eine Party. Zwei gefaltete Zahnriemen und ein faules Getriebe haben meinen Eltern einen ziemlichen Kater bereitet. Hier und da hat der Rostteufel auch schnell seine Zähne ins Blech gebohrt… Trotzdem wurde ich zur vollen Zufriedenheit vom Alpha-Virus erwischt. Die moderne Giulia ist köstlich

  2. ein '75 mit 'J' Nummernschild. und diese Deutschen, dann schon langweilig, hässlich, einfallslos, kein 5-Gang, Drehzahlmesser etc. und kein Mädchen zum auskommen ;)

  3. A 1.5 ti HAD, Drehzahlmesser, 5 BOX, H.LEREN VERKLEIDUNGSSITZE, ÖLDRUCKMESSGERÄT, auf LPG, immer gestartet, nie ein Pfennig Schmerzen, 1,5 Jahre gefahren mit 0 cnt. Wartung, kein Rost, habe ich leider nicht mehr….und all die anderen Alfas dito!

  4. Ich habe den TI QV 1982 neu gekauft und fünf Jahre lang mit einem Lächeln im Gesicht gefahren. Tolles Auto. Fuhr wie ein Kart und sehr schnell. Kein Rost, keine technischen Probleme. Daran habe ich sehr gute Erinnerungen. Bisher immer Alfa gefahren (jetzt ua Giulia).

  5. Hatte einen Sud TI QV (1984) mit schönen Felgen und sehr teuren Reifen. Diese Reifen hatten super Grip, wie Kaugummi. Einige Runden auf der TT-Strecke erforderten viele Millimeter Profil. Dieser Sud ist immer noch super cool und gehört einem guten Freund. Habe viele Alfas gefahren und tue es immer noch, aber dieser rote Sud war der Höhepunkt.

  6. Ich bin ihn selbst gefahren, wie in so vielen verschiedenen Autos, und kann mich dem Fahreindruck, den Erik beschreibt, nur anschließen. Und tatsächlich fielen sie massenhaft der „braunen Pest“ zum Opfer. Du hast sie laut rauschen gehört. Auch im Ordner. Sehr schade für ein solches Auto mit so viel Liebe zum Detail, bei dem sich das Hauptproblem, der Rost, als unauslöschlicher toter Winkel herausstellte.

  7. In den 70er Jahren bemerkte ich einen kleinen Fleck in der Nähe des Scheibenwischers meines Alfasud, ich drückte ihn sanft, dann verschwand der ganze Wischer im Auto.!! Immer noch eines der tollsten fahrenden Autos, die ich je hatte. Schade, dass du es rosten gehört hast

  8. Der einzige Alfa den ich besitze. Es stellte sich als ein sehr schönes Auto heraus, das einzige Auto, das mir als Motorradfahrer dieses Gefühl gab. Ein Luxus-Gokart. Das Rosten, was dazu führte, dass dieser Sud zu früh verschrottet werden musste, stellte sich als Alfa-eigene heraus und ich suchte nach einem praktischeren Auto, um mehr Dinge transportieren zu können. Aber schöne Erinnerungen an diese italienische Dose!

  9. Fantastische Autos fuhren sie zu dritt, 1350, 1500 und 1500 TI bekamen sogar meinen Führerschein darin. Danach ist das Alpha-Virus nicht mehr passiert. Für ein Tannenexemplar: Ein quadratisches Nummernschild ist komplett fertig.

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