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Gilera Saturno Bialbero

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Motorradland wimmelt von Auferstehungen, Reinkarnationen und Staunen, wie Benelli, jetzt in chinesischer Hand, um den iranischen Motorradmarkt zu stürmen.

Und natürlich haben wir zwischen den neuen Jawas und Nortons alles, was eigentlich nur sehr wenig mit ihren Wurzeln zu tun hat. In diesem Aufruhr – jetzt wieder „Royal“ – ist Enfield mit den neuen und wunderschönen Retro-Zwillingen eine sehr glaubwürdige Wiedergeburt, von der wir glauben, dass wir mit Sicherheit wissen, dass diese Retro- oder einfach nur „sehr real“-Motorräder eine solide Daseinsberechtigung haben.

So viel zu den Auferstehungen. Aber es gab auch Schwanengesänge


Wie die der einst so illustren Marke Gilera. Schon vor dem Ersten Weltkrieg waren Gileras sehr gefragt. Der Krieg gab zusätzlichen Auftrieb, denn Gilera durfte Motorräder für die Armee bauen. Im 'Russischen' Museum 'Motos of War' von Freund Vyacheslav Sheyanov befinden sich einige sehr schöne Gileras. Leider ist dieses Museum ca. 1500 km von uns entfernt.

Nach dem Krieg ging es Gilera weiterhin gut und in den 700er Jahren begann das Unternehmen mit etwa 1990 Mitarbeitern mit dem Export. Und auf den Straßenrennstrecken wurde die Marke äußerst erfolgreich. Im Zweiten Weltkrieg war die Produktion wieder armeegrün. Dann wurden die Wettbewerbserfolge wieder aufgegriffen. Und danach? Dann wurde alles weniger. XNUMX wurde ein weiterer Versuch unternommen, mit der sportlichen Geschichte der Marke Erfolge zu erzielen:

In 1990 wurde eine Reihe von sportlichen Einzylinder-Viertaktmodellen unter den Namen Gilera, Saturno und Nordwest eingeführt. Bei 1994 verschwand die Marke Gilera vom Markt.

Aber zwischenzeitlich gab es die Gilera Saturno Bialbero

„Saturno“ war ein legendärer Name. Und „bialbero“ stand für die beiden Nockenwellen im Einzylinderblock des schlanken Sportmotors im XNUMXer-Jahre-Look. Auch der neue Saturno wurde speziell nach den Wünschen des japanischen Importeurs gebaut. Das Handelshaus C. Itoh.

Der 492 ccm Einzylindermotor mit Ø 40 mm PHM 40VS Dell 'Orto Vergaser leistete mit seinen zwei zahnriemengetriebenen Nockenwellen 40 PS, das Fahrradteil hatte Marzocchi Federung und Dämpfung. Der Motor hatte ein Trockengewicht von 156 Kilo und war über 170 km/h schnell. Die Bremsen kamen von Brembo und die Scheiben waren Marvic-Gussräder. Ungefähr 1000 von ihnen gingen nach Japan. Und obwohl sie in Europa etwa ein Viertel teurer waren als beispielsweise eine Honda CBR600, wurden sie auch in England gut an Café-Racer-verrückte Leute verkauft. Denken Sie bei 'nett' an höchstens ein paar hundert Exemplare. Und „racing“ wollte die Gilera Single Pitters mit Ausgleichswelle: Unter 4000 – eigentlich: 6000 – U/min war wenig los. Darüber hinaus wurde es immer festlicher. Der große Erfolg entging der Gilera aufgrund ihres Preises.

So wenige wurden verkauft

Und die Nachfrage wächst. Und was sehen wir? Die Preise steigen. Die Einstiegspreise für sehr schöne Exemplare liegen bei ca. 12.500 €. Unser Model ist in der Galerie Aaldering, die Laufleistung beträgt stolze 80 Kilometer. Und der Preis? Es ist auf Anfrage.

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6 Kommentare

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  1. War früher ein echter Genießer. Liebte Saturno, als es herauskam. Aber jetzt viel Geld für 500 fc pro Zylinder ausgeben. Neu. Unser viel schöner für dieses Geld. Selbst der Saturno-Renner war damals trotz seines Preises nicht mit SOS-Rares konkurrenzfähig. Entschuldigung für Tippfehler

  2. Man weiß nie, was begehrenswert wird und sich dann in höheren Preisen niederschlägt, aber ich wünsche dieser Gilera viel Erfolg. Das war mit einer noch potenteren Yamaha SZR660 nicht möglich, oder eigentlich der Belgarda 660, einem sehr ernsthaften Einzylindermotor, der vom damaligen italienischen Yamaha-Importeur entwickelt und gebaut wurde. Aufgrund vieler ansprechender, aber teurer Komponenten und einer eventuell limitierten Produktion (< 2000), ein überteuerter Bauchschieber, für den niemand verstand, wofür dieses Fahrrad gemacht wurde. Weil 48 PS für so eine HFL 14.000 viel zu wenig waren?
    Hat vor ca. 8 Jahren keinen Mist gekostet und musste sie leider nach 5 Jahren wegen Nackenbeschwerden für noch weniger abgeben. Das ist traurig für das Moped, mit dem ich viel mehr Spaß hatte als mit jedem 4-Zylinder.
    Ich sehe das gleiche potenzielle Vergnügen in dieser Gilera, aber natürlich hat es auch etwas "Trauriges", in einem Anlageportfolio zu landen.

    Yamaha SZR Cockpit links

  3. Gilera hat noch mehr coole Sachen gemacht, die auf dem Markt aufgefallen sind.
    Ich glaube, auch der in 1001 Farben erhältliche Citta stammt von Gilera.
    Fast wäre man hier Mitte der 90er Jahre darüber gestolpert.

    Und was ist mit der Gilera-DNA?
    Ein Schaltmoped (oder Motorrad)-Look mit Automatikblock?
    Sicherlich eine Seltenheit im Mopedland, denn ein Vario war unter einem Scoot und nicht unter einem "Bauchschieber".

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