Opel Commodore GS 2800 (1977). Ein repräsentativer Klassiker.

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Einsendeschluss für die Juni-Ausgabe -> 21. April

Automatische Konzepte

Ein wirklich schöner Oldtimer findet immer Bewunderer. Nicht nur wegen seines Designs, sondern auch wegen seiner markanten Farbe und Präsenz. Wie viele sieht man heutzutage noch täglich auf der Straße? Dieser Opel Commodore GS vereint sportlichen Fahrspaß und luxuriösen Komfort auf besonders gelungene Weise. Er ist ein repräsentatives Auto: scharf geschnittene Linien, kraftvolle Präsenz und dabei stets stilvoll.

Der Opel Commodore

Er fährt sich so, wie er aussieht: schnell, extrem schnell. Der GS (Grand Sport) mit seinem kraftvollen Sechszylinder-Motor leistet 142 PS aus 2,8 Litern Hubraum. Damit erreicht der Commodore eine Höchstgeschwindigkeit von rund 185 km/h und beschleunigt in etwa 10 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Das waren beeindruckende Werte, als der Commodore B Anfang der 1970er-Jahre auf den Markt kam.

Er mag zwar von den Straßen verschwunden sein, aber Opel-Fans haben ihn nie vergessen. Und dieser Klassiker ist ein besonders schönes Exemplar. Jan liebt Oldtimer und Youngtimer im Allgemeinen, aber Opel hat für ihn schon immer einen besonderen Platz eingenommen.

Jans Autoleben

Jeder wird manchmal unerwartet von der Macht der Erinnerungen erfasst. Für Jan beginnt diese Geschichte mit einem Familienbesuch in Deutschland, als er acht Jahre alt war.

Jan: „Mein Vater liebte komfortable Autos und fuhr hauptsächlich Simcas und Renaults. Meine Liebe zu robusten Fahrzeugen entflammte jedoch bei diesem Familienbesuch, als ich einen leuchtend orangefarbenen Opel Rekord mit schwarzem Vinyldach sah. Was für ein Auto! Der Rekord D hatte einen Vierzylindermotor, der Commodore hingegen einen Sechszylinder, aber im Grunde ist das Modell identisch.“

Diese Erinnerung erfüllt mich noch immer mit Zufriedenheit. Und dieses Gefühl finde ich in meinem Opel Commodore von 1977 wieder. Wahre Liebhaber werden es erkennen: Das Lenkrad kann sich manchmal seltsam bewegen.

Der Fund

Jan suchte schon länger nach einem Rekord oder Commodore Coupé, am liebsten in Orange. Dann tauchte plötzlich ein wunderschöner Opel Commodore auf einer Facebook-Seite für Oldtimer zum Verkauf auf.

Jan: „Ich wusste ehrlich gesagt nicht, dass der Commodore B auch neu in Signalgrün (Farbcode 301) erhältlich war. Und insgeheim gefiel er mir sogar noch besser als in Orange.“

Die Geschichte des Wagens war ebenso interessant. Der Commodore wurde neu von einem Opel-Händler in ’s-Gravenzande ausgeliefert. Nach sechs Jahren verschwand er in einer Garage in Den Helder, wo er ganze 28 Jahre lang stand. 2012 erwarb ihn ein Liebhaber und Sammler, der ihn in einen ansehnlichen Zustand restaurierte und unter anderem Ronal-Felgen montierte. Er nutzte den Commodore ausschließlich für Urlaubsreisen.

Der Besitzer hatte mehrere Commodores in seiner Sammlung und konnte schließlich sagen, dass die Sammlung vollständig war: ein Commodore A, B und C.

Jan: „Besonders beeindruckt hat mich die Front des Oldtimers. So schön, so robust. Und außerdem ist sie fast im Originalzustand; sie wurde nie geschweißt. Der Kauf ging schnell über die Bühne. Der Verkäufer wollte nur vier oder fünf Wochen warten, um die neue Hauptuntersuchung zu organisieren und sich in Ruhe von seinem geliebten Fahrzeug verabschieden zu können.“

Der Verkauf fiel ihm aufgrund seines sich verschlechternden Gesundheitszustands sehr schwer. Es war für ihn eine große emotionale Belastung, sich von dem Wagen zu trennen. Aber er war froh, dass der Oldtimer bei mir in guten Händen war.

Liebe

Liebe ist mehr wert als Gold. Jan und sein zukünftiger Ehemann suchten nach einem romantischen Ort für ihre Hochzeitsfotos, an dem der Commodore im Mittelpunkt stand – eine zeitlose Kulisse, in der der Oldtimer die Hauptrolle spielte. Das scheint ein Garant für eine glückliche Ehe zu sein.

Opel-Fahrer

Es überrascht nicht, dass im Frühling und Sommer noch viele klassische Opels auf den Straßen unterwegs sind. Doch im Norden des Landes hat sich auch eine Gruppe von Opel-Enthusiasten mit rund zehn Fahrzeugen gebildet. Sie organisieren jährlich eine Ausfahrt und unterstützen sich gegenseitig bei ihrem Hobby.

Manchmal rücken die Autos in den Hintergrund, und es geht nur noch um Spaß und Freundschaft. Die Gruppe besteht aus begehrten Klassikern: einem Opel Kadett Coupé, einem Opel Manta, einem Opel Kadett GSi, einem Opel Ascona und einem Opel Monza. Unterschiedliche Modelle, aber dieselbe Leidenschaft.

Für einen echten Oldtimer-Liebhaber spielt es letztendlich kaum eine Rolle, welches Modell er fährt. Ränge und Positionen existieren nicht; es ist die Liebe zur Marke und zum Hobby, die zählt.

Die sportliche Form des Prestiges

Jan: „Es ist ein herrliches Gefühl, das sanfte Schnurren des Sechszylindermotors zu hören. Ein leichter Druck aufs Gaspedal, und man spürt sofort die Kraft des 2,8-Liter-Motors. Die verführerischen Linien dieses Opel Commodore lassen niemanden unberührt. Ich bekomme regelmäßig anerkennende Blicke unterwegs.“

Die Geschichte macht es deutlich: Jan weiß, was er will. Er ist ein Perfektionist mit Leib und Seele und hat eine tiefe Verbundenheit zu seinem Opel Commodore. Einen Oldtimer zu besitzen ist für ihn mehr als nur ein Hobby; es ist ein Lebensstil voller Freude.

(Weitere Fotos unten)

Opel Commodore GS 2800 (1977). Ein repräsentativer Klassiker.
Opel Commodore GS 2800 (1977). Ein repräsentativer Klassiker.
Opel Commodore GS 2800 (1977). Ein repräsentativer Klassiker.
Opel Commodore GS 2800 (1977). Ein repräsentativer Klassiker.
Opel Commodore GS 2800 (1977). Ein repräsentativer Klassiker.
Opel Commodore GS 2800 (1977). Ein repräsentativer Klassiker.

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11 Kommentare

  1. Ich bin jetzt Rentner, war aber viele Jahre Opel-Mechaniker. Der Commodore hat mich schon immer fasziniert, deshalb hatte ich eine Zeit lang einen B 2.8 Viertürer mit ausgestellten Felgen, einer modifizierten Auspuffanlage, natürlich einem Frontspoiler und einem Weber 45 DCOE-Vergaser – eher aus Notwendigkeit, um die schwache automatische Choke-Funktion des Originalvergasers zu umgehen. Er hatte Automatik und fuhr sich wunderbar – bronzefarben mit schwarzer Innenausstattung. Leider war ein GS/E nicht in Reichweite, aber das Fahrgefühl, der Geruch und die Kraft des Reihensechszylinders sind mir immer in Erinnerung geblieben. Pass gut auf deinen Commodore auf… er und du haben es verdient… ich hätte mich nie von ihm trennen sollen…

  2. Es war einst das Auto meines Schwiegervaters (zweiter Besitzer). Laut ihm ist die hier beschriebene Fahrzeughistorie nicht korrekt. (Er ist der Sohn von Onkel Piet.)

  3. Wie schön, dieses Auto wiederzusehen! Es weckt viele schöne Erinnerungen. Es gehörte meinem Onkel Piet in Den Helder. Ich hätte es damals übernehmen können, hatte aber andere Prioritäten. Schön, dass es in guten Händen ist. 😁👍

  4. 1978 hätte ich beinahe einen 2.8 GSE von einem Freund gekauft, aber der Preisunterschied war einfach zu groß. Er hatte ein Automatikgetriebe, aber das war mir egal. Mit Kickdown war er eine richtige Rakete.

    • Ein wahrhaft meisterhaftes Auto. Ich fand fast alle Opel-Modelle der 70er-Jahre wunderschön, nicht nur den KAD, sondern auch den zweitürigen Rekord D und den Commodore B. Der E (und auch der Commodore C) hatte ein moderneres Design, aber im Grunde war er immer noch der gleiche, treue Mittelklassewagen. Ich habe Ende der 80er-Jahre auf drei langen Urlaubsreisen mit meinem besten Freund in seinem Rekord E2 viele Erlebnisse gehabt. Das Auto war fantastisch und verbrauchte trotz hoher Geschwindigkeiten und dichtem Stadtverkehr durchschnittlich nur 7,4 Liter auf 100 Kilometer. Dieser Grünton ist typisch für die 70er-Jahre und steht dem Commodore hervorragend. Bitte lass ihn so gut aussehen.

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