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Entspannung tötet – Kolumne

Entspannung tötet

Ob Hans den Drang hatte, sich durchzusetzen? Unbedingt. Als er jung war, wurden Legastheniker noch als „dumme Kinder“ bezeichnet. Also saß er auf dem Rücksitz der Klasse. Hansje hat alles auf die harte Tour gelernt. Auch er musste Militärdienst leisten und lernte dort Motorrad fahren. Später erzählte er oft, wie das die beste Zeit seines Lebens war. Er erzählte, wie er einen fahrenden Panzertransporter abgefahren hatte, so einen riesigen Tieflader, mit Motor und allem. Wegen einer Wette. Er winkte ab. Übernahm das Taxigeschäft seines Onkels. Erweiterte das Geschäft. Habe ein Mädchen kennengelernt. verheiratet. Begann mit dem Immobilienhandel. geschieden. Machte immer größere Geschäfte. Sogar einigermaßen lesen gelernt.

wieder geheiratet. Margit konnte Hans liebevoll kontrollieren. Hans wurde zweimal Vater. Er gewann ein paar Millionen, als er verstand, wie Aktienhandel funktionierte. Nochmals Vater geworden, als seine neue Villa gerade fertiggestellt war. Die immer seltener werdenden Male, als wir uns sahen, waren seine tröstenden Worte für mich immer: "Ah, du bist ein armer Mann, aber du bist glücklich." Hans hat immer gearbeitet. Kam dem Quote 500 nahe. Erhielt Anerkennung und ziemlich viele Feinde. Auch beim Finanzamt. Kein Problem. „Glaubst du, so ein Steuerfreak ist glücklich? Er will auch ein Auto. Oder ein gepflegtes Auto. Oder im Urlaub. Brunnen; Wir einigten uns auf Urlaub und ein gepflegtes Auto. Jeder hat seinen Preis. Nur sind Sie zu billig zu kaufen. Das macht Sie unbezahlbar.“ Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich beleidigt oder geschmeichelt sein sollte.


Wenn er einen anderen Welthandel gemacht hatte, war sein letztes Fazit immer: „Sie dachten sicher, sie hätten es mit einem kleinen Lampendocht zu tun. Ich glaube nicht." Und XNUMX-Stunden-Wochen? Für Hans war das normal. Mittlerweile war ganz Europa sein Betätigungsfeld. Hans lebte, um zu arbeiten. Er arbeitete, um sich zu beweisen. Tatsächlich hatte er immer Angst, dass jemand herausfinden würde, dass er der dümmste Junge in der Klasse war. Als ein Verkäufer eines angesehenen Autohauses ihn herablassend behandelte, kaufte er den Präsidenten dieser Firma auf und entließ den Verkäufer. Margit war sein Anker.

Als er fünfzig war, hatte die Familie eine Überraschung für ihn. In der Halle stand eine nagelneue Moto Guzzi Norge. Hans brach in Tränen aus, war aber nachts noch in der Halle. Um seine Norge anzusehen. Am nächsten Tag war er früh zu Hause. An diesem Abend legte er die ersten dreihundert Kilometer auf seiner Guzzi zurück. Am folgenden Wochenende überraschte er seine Frau. Er hatte ein Chalet in Österreich gemietet. Sie sollten am Freitag dorthin gehen. Hans hatte sich dafür einen Tag frei genommen. Zum ersten Mal seit 25 Jahren. Samstagmorgen standen Hans und seine Frau Hand in Hand an einem Aussichtspunkt in den heimischen Alpen. Der Norge betrachtete die Szene liebevoll. Hans sah seiner Frau in die Augen. Sagte: "Wir hätten das verdammt noch mal früher machen sollen." Er seufzte. Und fiel tot um.

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9 Kommentare

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  1. Eine solche Geschichte, die AMK immer wieder lesenswert macht. Gute Geschichten haben kein Ende. Die Ausdauer des Klassikers? Danke Dolph.

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