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Renault 14. Fünfzig Jahre ein besonderer Platz in der Markengeschichte
Als Renault 1976 den Renault 14 der internationalen Presse vorstellte, stand viel auf dem Spiel. Der kompakte Schrägheckwagen musste sich innerhalb der Modellpalette neu positionieren: oberhalb des verspielten Renault 5 und unterhalb des geräumigen Renault 16. Damit zielte Renault auf das Herzstück des europäischen Marktes. Der Renault 14 war als Antwort auf die bestehende Konkurrenz gedacht und sollte direkt mit Schwergewichten wie dem Volkswagen Golf, dem Opel Kadett und dem Ford Escort konkurrieren.
Platzieren Sie im Bereich
Kurz nach der Markteinführung des R6 beschloss Renault, ein neues, höher positioniertes Modell zu entwickeln. Ziel des Projekts war ein moderner, frontgetriebener Schrägheckwagen mit klarem Fokus auf Komfort. Das Design war markant, mit einer relativ hohen Dachlinie und großzügigen Glasflächen. Der neue R14 war eines der ersten Fahrzeuge, das mithilfe von CAD-Technologie entworfen wurde und bestach durch ein ausgesprochen elegantes, zeitloses Aussehen. Besonders auffällig war das Fehlen von Dachrinnen. Das Raumangebot war bemerkenswert. Im Vergleich zum R16 bot der neue Schrägheckwagen nahezu das gleiche Platzangebot im Innenraum. Ein weiteres bemerkenswertes Detail war der Außenspiegel, der in der unteren vorderen Ecke des Türfensters anstatt außen angebracht war.
Technologie und Zusammenarbeit
Renault nutzte für den Antrieb den sogenannten X-Motor. Dieser Motor war eine Koproduktion von Peugeot und Renault. 1972 debütierte er im Peugeot 104 und im R14 als 1218-cm³-Variante. Der Motor war schräg nach hinten eingebaut, um den verfügbaren Platz optimal zu nutzen. Und nicht nur das: Der R14 war auch das erste Auto mit quer eingebautem Motor. Weitere Merkmale wiesen ebenfalls auf die Querverbindung zu Peugeot hin. Motor und Getriebe (die übrigens nicht im selben Werk gefertigt wurden) teilten sich die gleiche Plattform. Das Fahrwerk war komfortabel abgestimmt, mit langem Federweg und einer klaren Betonung auf Fahrkomfort statt direkter Lenkung. Dadurch eignete sich der Renault 14 besonders gut für längere Strecken. Auch hier zeigte sich die Zusammenarbeit mit Peugeot (teilweise). Die Vorderachse des Chassis war 104 Rezepte konstruiert. Das Heck wies übrigens starke technische Ähnlichkeiten mit dem des R5 auf.
Aufführungen und Angebote
Der Renault 14 feierte 1976 Premiere und positionierte sich zwischen R5, R12 und R16. Er war in verschiedenen Ausstattungsvarianten erhältlich, die im Laufe der Jahre leicht modifiziert wurden. Anfangs gab es den Wagen in den Varianten L und TL. Die L-Variante war sehr spartanisch ausgestattet und wurde recht schnell wieder eingestellt. Die TL-Variante hingegen war ein Verkaufsschlager und bot ein luxuriöseres Interieur, Radkappen und Fensterrahmen in einer markanten Farbe. Beide Modelle waren mit dem 1218-cm³-Motor ausgestattet. Dieser Motor war auch in der luxuriösen GTL-Version (Mittelkonsole mit Uhr, Teppichboden und besseren Sitzen) sowie in der TS-Version erhältlich. In der TS-Version stieg die Motorleistung unter anderem durch den Einsatz eines anderen Vergasers: 69 PS gegenüber 57 PS in den anderen Versionen. Der GTL kam 1978 auf den Markt, der TS folgte kurz darauf.
TS und Safrane
Der sportliche TS bot zudem eine sehr attraktive Serienausstattung, darunter Drehzahlmesser, Zentralverriegelung, Halogenscheinwerfer, elektrische Fensterheber und Sitze mit Kopf- und Lendenwirbelstütze. Je nach Markt gab es außerdem zeitlich begrenzte Sondermodelle, die auf die lokalen Vorlieben zugeschnitten waren. Damit versuchte Renault, die Attraktivität des 14 in einem zunehmend umkämpften Segment aufrechtzuerhalten. Eine bekannte Sonderversion war der … R14 Safrane, Das Modell war zwar weniger luxuriös als der TS, verfügte aber serienmäßig über eine Metallic-Lackierung, Leichtmetallfelgen und Veloursbezüge.
Das Facelifting für die Achtziger
Für das Modelljahr 1980 erhielt der Renault 14 ein Facelift. Die Frontpartie wurde mit einem neuen Kühlergrill, überarbeiteten Scheinwerfereinfassungen und anderen Rückleuchten neu gestaltet. Auch der Innenraum wurde modernisiert: Das Armaturenbrett wirkte zeitgemäßer, die Belüftung verbessert und die Sitze komfortabler. Renault führte zudem verbesserte Korrosionsschutzmaßnahmen ein. Diese Neuerungen verliehen dem Renault 14 ein reiferes Erscheinungsbild, ohne die ursprünglichen Designprinzipien zu beeinträchtigen. Der R14 TS war das erste Modell mit dem 1360-cm³-Motor (noch basierend auf der Peugeot-Renault-Formel), der 70 PS und ein höheres Drehmoment leistete. Renault stattete diese Konfiguration mit einem Fünfganggetriebe aus. 1982 fand der Motor auch im GTL Verwendung, wo die Leistung auf 60 PS stieg. Das maximale Drehmoment von 105 Nm stand bereits bei 2500 U/min zur Verfügung.
Abschluss und Bedeutung
Die Produktion des Renault 14 endete im Dezember 1982 nach einer Gesamtstückzahl von rund einer Million Einheiten. Renault verfolgte in dieser Klasse eine zweigleisige Strategie: den Renault 9 als Limousine (1982) und den Renault 11 als Schrägheckmodell (1983). Der R14 markierte Renaults Einstieg in das moderne C-Segment und bildete die Grundlage für spätere, erfolgreichere Modelle. Es war stets klar, dass sowohl das Karosseriedesign als auch die technische Ausstattung diesem Renault einen festen Platz in der Geschichte des französischen Herstellers sicherten. Imagetechnisch war nicht immer alles Gold, was glänzte, was unter anderem an der Werbekampagne lag, die den R14 anfangs als Konkurrenten positionierte. Dies tat seinem beachtlichen Erfolg jedoch keinen Abbruch. Heute ist der Renault 14 eine Seltenheit, wird aber von einer bestimmten Gruppe geschätzt. Und das zu Recht, denn das Auto weckt nicht nur Erinnerungen, sondern auch Sympathie.



Ich wollte mir gerade einen R14 kaufen, aber die Türen waren verrottet. Sie sollten ausgetauscht werden. Dann sah ich einen AlfaSud zu verkaufen und schlag zu Alfa-Virus. Es war dann ein Alfa, obwohl auch diese rosten wollten….
Mein Vater fuhr viele Jahre lang einen Renault, was für eine hohe Zufriedenheit spricht:
R12 = 8,5/10
R14 = 4/10
R18 = 8/10
R19 = 8,5/10
R21 = 8/10
Ich denke, es ist klar, was ich meine.
Sehr schönes und für die damalige Zeit modernes Design.
Geräumig genug für eine kleine Familie.
Wir haben einen Ibiza von 2008, der eine ähnliche Größe hat. Er ist ein tolles Auto für eine dreiköpfige Familie.
Auch nach 18 Jahren ist dieser Ibiza noch immer rostfrei.
Der Renault-Händler Van Kesteren in Kampen empfängt am 12. April die verschiedenen Renault-Clubs. Wir versuchen, so viele Renault 14 wie möglich zusammenzubringen. Wenn Sie also einmal einen persönlich sehen möchten…
Ich erinnere mich gut an den R14. Ein komfortables Auto. Nur Renault-Mitarbeiter hielten ihn aufgrund von Problemen mit der Zylinderkopfdichtung des Peugeot-Motors für problematisch. Vermutlich lag das an einem alternativen Kühlsystem im Renault. Dass es nicht mehr viele gibt, liegt an der Metallschnecke, die der R14 wirklich liebte. Deshalb sind tatsächlich nur noch sehr wenige übrig.
Bart, es war kein Peugeot-Motor, sondern ein Gemeinschaftsprojekt von Renault und Peugeot.
Alles in allem: Das gescheiterte Marketing (Poire) und das schwer fassbare VW Golf-Konzept (die meisten sind solide Mittelklassewagen, einige wenige sind sportlich und prägen das Image des Golf als GTI) machten es der gesamten Konkurrenz schwer. Obwohl die Konkurrenz in vielen Bereichen stärker war – der 14 ist ein luxuriöseres Auto als der Golf, der ZX ist robuster, der Ritmo-Designer zum Beispiel: Der Golf war imagetechnisch unzerstörbar.
Ein weiteres Modell aus der Renault-Reihe, an das sich jeder noch erinnert, das man aber heutzutage nie mehr sieht.
Es ist mindestens 10 Jahre her, dass ich zuletzt einen Safran gesehen habe.
UUHHHH, Optiker bitte??
Der R14 als Gegenpol zum VW Golf…?
Der R5 konnte das problemlos alleine; der Golf GTI war dem R5 Turbo oder Alpine Turbo nicht gewachsen.
Das erste Auto meines Bruders war ein R5 Alpine Turbo mit dieser wunderschönen orangefarbenen Armaturenbrettbeleuchtung.
Was für ein Biest!
Der R14 ist eher eine französische Alternative zum Passat oder Jetta I, natürlich mit französischem Komfort.
Der Rost hat die meisten Autos aus dieser Zeit schon dahingerafft, und die Metallindustrie hat daraus wahrscheinlich schon eine Dose Bohnen gemacht.
Sonne…
Es sind nur noch 2 Exemplare in Deutschland unterwegs.
Nicht gerade ein Auto für Liebhaber…
Inspektion bei der RDW in Deutschland oder bei der Polizei?
Laut autogild.de gab es in Deutschland (2017) nur noch drei Exemplare des insgesamt 999.093 produzierten R14. (Dieser Artikel stammt vom 23. November 2017.)