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Vierzig Jahre Opel Omega A: Der große Opel einer neuen Ära
1986 präsentierte Opel mit dem Opel Omega A ein völlig neues Topmodell im gehobenen Mittelklasse-Segment. Dieses Modell trat die Nachfolge des erfolgreichen Opel Rekord an und markierte einen klaren Bruch mit der Vergangenheit. Während der Rekord noch seine Wurzeln in den 1960er-Jahren hatte, wurde der Omega als modernes Business-Fahrzeug für die zweite Hälfte der 1980er-Jahre entwickelt. Mit seinem aerodynamischen Design, dem geräumigen Innenraum und einer breiten Motorenpalette gelang es Opel, ein ebenso komfortables wie technisch fortschrittliches Auto zu schaffen. Kurz nach seiner Markteinführung erlangte der Omega internationale Anerkennung und wurde 1987 zum Auto des Jahres gekürt.
Entwicklung und Design
Die Entwicklung des Omega begann in den frühen 1980er-Jahren. Das Projekt genoss bei Opel höchste Priorität, und es wurden erhebliche Investitionen in Forschung, Entwicklung und Produktion getätigt. Insgesamt dauerte die Entwicklung des Fahrzeugs mehrere Jahre und erforderte Investitionen in Milliardenhöhe. Technisch blieb Opel einem klassischen Design treu. Der Omega verfügte über einen längs eingebauten Motor und Hinterradantrieb – eine damals in dieser Fahrzeugklasse noch gängige Konfiguration. Das Fahrzeug besaß Einzelradaufhängung rundum (hinten: Längslenker) und wurde mit Blick auf Komfort und Stabilität entwickelt.
Aerodynamisch
Ein Schwerpunkt der Entwicklung lag auf der Aerodynamik. Während viele große Limousinen damals noch recht kantig waren, zeichnete sich der Omega durch eine stromlinienförmige Karosserie mit einem bemerkenswert niedrigen Luftwiderstandsbeiwert von rund 0,28 aus. Dies war besonders vorteilhaft für ein Fahrzeug dieser Größe und trug nicht nur zu verbesserten Fahrleistungen, sondern auch zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch bei. Der Omega war als viertürige Limousine und als geräumiger Kombi erhältlich, der bei Opel traditionell als Caravan bekannt war.
Interieur und Ausstattung
Opel machte auch im Innenraum einen Schritt nach vorn. Der Omega bot ein geräumiges Interieur mit starkem Fokus auf Ergonomie und Komfort. Je nach Modell konnten Käufer zwischen verschiedenen Ausstattungsvarianten wählen, von relativ einfach bis sehr luxuriös. Höherwertige Versionen umfassten Annehmlichkeiten wie elektrische Fensterheber, Bordcomputer, Klimaanlage und eine große Auswahl an Polsterungen. Opel konnte den Omega auch mit ABS ausstatten. In vielen europäischen Ländern erfreute sich der Omega besonders als Firmenwagen und Leasingfahrzeug großer Beliebtheit. Das Modell war bekannt für sein komfortables Fahrverhalten, seine gute Fahrstabilität bei hohen Geschwindigkeiten und die im Vergleich zu einigen Premium-Konkurrenten relativ niedrigen Betriebskosten. Gleichzeitig konnte die Qualität des Wagens nicht immer mit den teureren Modellen im Business-Segment mithalten. Fahrzeuge aus den ersten Produktionsjahren neigten zu Rost, elektrische Defekte waren ein häufiges Problem, und insbesondere frühe Modelle waren nicht immer frei von Knarz- und Klappergeräuschen.
Facelifting und technische Innovationen
1990 erhielt der Omega ein Facelift mit optischen und technischen Neuerungen. Äußerlich fielen die Änderungen relativ dezent aus. Der Kühlergrill wurde modifiziert, und auch Details an Beleuchtung und Zierelementen wurden modernisiert. Zudem zeichnete sich die Facelift-Baureihe durch einen verstärkten Einsatz von Chrom aus. Deutlicher waren die Änderungen unter der Motorhaube und in der Modellpalette. Ein Jahr vor diesem Update wurde der ursprüngliche 1,8-Liter-Vierzylinder eingestellt, und der Zweiliter-Motor wurde zum neuen Einstiegsmotor. Gleichzeitig wurden neue Antriebe eingeführt, darunter modernere Sechszylinder. Insbesondere die Einführung einer 24-Ventil-Version des 3,0-Liter-Reihensechszylinders verlieh dem Omega einen spürbar sportlicheren Charakter. Dieser Motor leistete über 200 PS und bot dem großen Opel Fahrleistungen, die mit sportlichen Modellen derselben Klasse mithalten konnten.
Motorenpalette
Eine der Stärken des Omega A war seine breite Motorenpalette. Am unteren Ende des Angebots standen Vierzylinder-Benzinmotoren, darunter Versionen mit und ohne Katalysator der 1,8- und 2,0-Liter-Motoren. 1988 wurde die Vierzylinder-Palette um den 2,4-Liter-Motor ergänzt. Für Sechszylinder-Fans gab es auch Dreiliter-Varianten. Darüber hinaus wurde aus diesem Triebwerk der 2.6-Liter-Reihensechszylinder entwickelt, der 1990 (Facelift) Premiere feierte. Neben Benzinmotoren bot Opel auch Dieselvarianten an. Diese erfreuten sich besonders großer Beliebtheit bei vielen Autofahrern und Taxiunternehmen. Der Dieselmotor war mit und ohne Turbolader erhältlich und hatte einen Hubraum von 2260 cm³. Die Dieselmotoren waren Weiterentwicklungen des 2.3-Liter-Dieselmotors aus dem Opel Rekord E2.
Sportliche Varianten
Obwohl der Omega in erster Linie ein komfortabler Businesswagen war, gab es auch sportlichere Varianten. Ein bekanntes Beispiel ist der Omega 3000 mit seinem leistungsstarken 3,0-Liter-Sechszylinder-Motor. Diese Version zeichnete sich durch ein sportlicheres Erscheinungsbild mit modifiziertem Bodykit, größeren Rädern und einem sportlicheren Fahrwerk aus. Das absolute Highlight der ersten Omega-Generation war jedoch zweifellos der Lotus Omega. Diese Sonderversion wurde in Zusammenarbeit mit Lotus Cars entwickelt und avancierte zu einer der extremsten Limousinen ihrer Zeit. Der Wagen war mit einem stark modifizierten 3,6-Liter-Sechszylinder-Motor mit zwei Garrett T-25 Turboladern und einer Leistung von 377 PS ausgestattet. Damit erreichte der Lotus Omega Geschwindigkeiten, die sogar viele Sportwagen jener Zeit übertrafen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von rund 285 km/h galt das Modell Anfang der 1990er-Jahre als eine der schnellsten Serienlimousinen der Welt. Nur der Alpina B10 erzielte noch beeindruckendere Fahrleistungen.
Ende der ersten Generation
Die Produktion des Omega A lief bis 1993, die Auslieferungen endeten im April 1994. Anschließend präsentierte Opel seinen Nachfolger, den Opel Omega B. Diese zweite Generation baute auf dem Fundament des Vorgängers auf, zeichnete sich aber durch ein moderneres Design und neue Technologien aus. Heute, vierzig Jahre nach seiner Einführung, gilt der Omega A unter Liebhabern als Meilenstein in der Geschichte von Opel. Das Modell vereinte klassischen Hinterradantrieb mit moderner Aerodynamik und einer breiten Motorenpalette. Dadurch entwickelte sich der Omega zu einem starken Vertreter der großen europäischen Nutzfahrzeuge der 1980er und frühen 1990er Jahre.

Ich bin einmal einen recht neuen Omega 2.0 I auf kurvenreichen Landstraßen gefahren. Konnte nicht mithalten mit dem Alfa Giulietta, mit der ich dasselbe tat…
@Hans, Äpfel und Birnen?
Das beste Auto, das ich je besessen habe. Ich bin über 400000 km problemlos gefahren, nach 29 Jahren musste die Karosserie leider erneuert werden. Auf der deutschen Autobahn lief es einwandfrei, damals in Ostdeutschland funktionierte es gut, die Wartung war einfach selbst durchzuführen, der Vertrieb ein Kinderspiel – heutzutage eine Katastrophe.
Wir hatten einen Ford Caravan Diamond 2.6 Automatik, Baujahr 1991, Super Deluxe, nur leider ohne Klimaanlage. Aber was für ein schönes, geräumiges Auto! Wir wären am liebsten in den Urlaub gefahren, hätten einfach einen Koffer aufs Dach gepackt, unsere beiden Labradore hinten reingepackt und wären losgefahren.
Die Omega stellte im Vergleich zur Rekord einen bedeutenden technischen Fortschritt dar. Obwohl ihr Vorgänger wie aus Granit gehauen wirkte, fühlte sich die neue Uhr weniger robust an. Sie war jedoch, selbst für ihre Zeit, recht schnell.