Mai-Ausgabefrist -> 17. März
Von Turin nach Monaco: Rallye-Geschichte lebt bei der Monte-Carlo Historique wieder auf.
TURIN – Knapp eine Woche nach der traditionellen Rallye Monte Carlo wurden in Turin erneut Motoren gestartet. Am Sonntag, dem 1. Februar, begann dort die 28. Rallye Monte-Carlo Historique. Nicht auf einem anonymen Industriegelände, sondern auf dem berühmten Jagdschloss Stupinigi – einem Ort voller Geschichte. Fast 300 historische Rallye-Fahrzeuge standen am Start. Rund 70 von ihnen starteten in Turin.
Text und Fotos: Peter Vader
Weltweiter Abflug
Nicht alle Teilnehmer starteten in Italien. Weitere Startpunkte waren Barcelona, Reims, Bad Homburg und sogar John o’ Groats in Schottland. Die große Anzahl an Startern machte Turin für einen Tag zum Zentrum des historischen Motorsports. Die Stadt, bekannt für Juventus Turin, FIAT und ihre wunderschöne Architektur, stand ganz im Zeichen des Rallyesports. Auto Motor Klassiek war dabei und erlebte die Motorsportkultur in ihrer reinsten Form.
Zurück zu den Wurzeln
Die diesjährige Ausgabe fühlte sich an wie eine Reise in die Vergangenheit. Klassische Automobile rasten wieder durch hochgelegene, schneebedeckte Landschaften – ein lange vermisster Anblick. Von Turin aus führte die Route über Pinerolo und Sestriere nach Frankreich. Das Ziel befindet sich traditionell in Monaco. Dank des Automobilclubs Turin ist die Rallye zu einem festen Bestandteil des Stadtlebens geworden.
Strenge Inspektion
Die Vorbereitungen begannen am Samstag im ACI-Hauptquartier. Dort wurden die Fahrzeuge akribisch geprüft. Die Anforderungen sind streng, unter anderem aufgrund von Sicherheitsbestimmungen. Motoren und Technik müssen so originalgetreu wie möglich sein. Die Teams investieren oft ein ganzes Jahr in Wartung und Detailarbeit. Keine oberflächlichen Schönheitsreparaturen, sondern pure Automobilgeschichte auf Rädern. Die Atmosphäre war herzlich. Es fühlte sich an wie ein großes Wiedersehen.
Das Publikum genießt
Am Sonntagmorgen startete das Starterfeld bei strahlendem Sonnenschein vom Automobile Club Torino. Im Konvoi, mitten im alltäglichen Verkehr, fuhren sie nach Stupinigi. Der Höhepunkt der Veranstaltung folgte auf dem großen Platz vor dem Jagdschloss. Die Autos reihten sich im abgesperrten Park auf. Zuschauer drängten sich um sie herum und bewunderten das fahrende Museum aus nächster Nähe.
Startschussgeräusche
Der offizielle Startschuss fiel um 14:30 Uhr. Jede Minute startete ein Auto. Die erste Zeitmessung fand in Perosa statt, gefolgt von Sestriere. Die Route führte dann die ganze Woche über Gap, Valence und Avignon nach Nizza. Der Großteil der Rallye wird im normalen Straßenverkehr ausgetragen. Punkte werden für Konstanz und Präzision vergeben. Die eigentlichen Wertungsprüfungen folgen später.
Klassische Gewalt
Bei der Rallye Monte-Carlo Historique geht es nicht um reine Geschwindigkeit, sondern um Kontrolle, Zuverlässigkeit und Strategie. Fahrzeuge aus den 1950er- bis 1980er-Jahren sind im Einsatz. Porsche war mit Modellen wie dem 911 SC und dem 924 Turbo am stärksten vertreten. Fiat, Alfa Romeo und Lancia hinterließen Eindruck.
Symbole steuern
Der absolute Hingucker war der Lancia Stratos, die legendäre Waffe der Siebzigerjahre. Ebenfalls sehenswert: der Fulvia HF, der Fiat 124 Abarth und diverse andere Fahrzeuge. AlfaSie waren dabei. Autos mit Geschichte. Autos mit Historie. Die Rallye endet in Monaco. Dort treffen Sport und Nostalgie aufeinander. Die Rallye Monte Carlo Historique ist ein Ereignis, das sich für immer in Ihr Gedächtnis einprägen wird.

Großartig! Und sehen Sie: Nur die Italiener und Franzosen bauten die leichtesten und schnellsten Autos (neben dem Mini natürlich). P.S.: Mir fehlen noch ein paar Bertones!
Fantastisch schöner Bericht und Fotos.