Willkommen, neue Oldtimer-Fahrer (m/w)! – Kolumne

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Einsendeschluss für die Juli-Ausgabe -> 19. Mai

Automatische Konzepte

In der Motorradwelt machen immer mehr Menschen (Männer wie Frauen) aus ganz praktischen Gründen den Motorradführerschein. Auf dem Motorrad hat man im Straßenverkehr einfach viel mehr Platz. Und Parken ist nie ein Problem.

Darüber hinaus gibt es eine wachsende Zahl von Menschen, die sich für Klassiker und/oder Youngtimer interessieren oder diese für sich entdecken.

Motorradfahrer (Männer wie Frauen), die kürzlich den Führerschein der Klasse A erhalten haben, suchen nach Motorrädern. Dabei stoßen sie – sofern sie kein Firmenmotorrad leasen – auf die hohen Preise neuer oder neuwertiger Motorräder. Diese Maschinen sind typischerweise mit vielen elektronischen Geräten ausgestattet und erfordern regelmäßige Besuche bei den Markenhändlern, wo die Werkstattkosten meist deutlich über 100 € pro Stunde liegen. Und selbst wenn diese Zweiräder angesichts ihrer Ausstattung gar nicht so teuer erscheinen, kann „nicht teuer“ durchaus „sehr teuer“ bedeuten. Selbst die neuen, günstigen chinesischen Motorräder kosten ein Vermögen.

Diese aufgeschlossenen Motorradfahrerinnen und -fahrer sind meist sehr clever. Sie blicken über den Tellerrand hinaus. Und genau deshalb landen sie in der Oldtimer-Szene – in der Welt, in der wir uns über die hohen Preise beschweren. Sie interessieren sich nicht für Harley Knuckleheads, BMW R90S oder Honda CBX, sondern für Motorräder aus den Jahren 1980 bis 1990. Dann sprechen wir von Beträgen zwischen 1.500 und 4.500 Euro für ein Motorrad, mit dem selbst die kritischste Schwiegermutter leben kann.

Wir sprechen von der Zeit vor dem heutigen Trend zu überteuerter Elektronik. Damals hielten Motoren bei normaler Wartung und Nutzung problemlos über 100.000 Kilometer ohne größere Probleme. Bei einer Probefahrt stellt ein Fahranfänger, der seinen Führerschein auf einem ebenso modernen Motorrad gemacht hat, fest, dass Motorräder aus den 80er- und 90er-Jahren sich von brandneuen Modellen unterscheiden. Sie machen mehr Spaß als fast neue oder fabrikneue Motorräder.

Diese Offenheit eröffnet eine völlig neue Perspektive. Denn Motorräder, die uns einfach nicht interessieren? Genau diese Motorräder finden Fahranfänger oft großen Anklang. So erhalten bis vor Kurzem als „wertlos“ geltende Motorräder eine echte Chance auf ein zweites Leben unter dem Gesäß eines überglücklichen Fahrers oder einer Fahrerin. Wir betonen ausdrücklich „Mann oder Frau“, denn unsere männlich geprägte Welt auf zwei Rädern wird zunehmend von attraktiv gebauten Männern entdeckt.

Dass diese neuen Motorradfahrer (Männer wie Frauen) in der Regel keine Ahnung von Mechanik haben? Das spielt keine Rolle. Sie bringen ihre Motorräder zur Wartung zu einer freien Werkstatt und freuen sich anschließend riesig über die erhöhte Kilometerbegrenzung.

Mittlerweile kennen wir einige, die neben dem praktischen Aspekt auch von der Leidenschaft fürs Motorradfahren gepackt wurden. Und mit einer bulligen Kawasaki 1000GTR, einer Yamaha FJ1100, einer FJ1200 oder FJR1300 oder einer Suzuki Bandit 600 oder 1200/1250 steht ihnen die Welt offen. Und noch nicht alle K100/K75 wurden umgebaut und mit Federsitzen ausgestattet. Außerdem kennen diese neuen Klassikerfahrer (Männer wie Frauen) das Internet und YouTube. Dort finden sie alles, was wir früher durch praktische Erfahrung und in Kneipengesprächen gelernt haben.

Kurz gesagt: Eine neue Gruppe von Oldtimer-Fans wächst vorsichtig heran. Die Befürchtung, dass wir als Oldtimer-Fahrer – fast alle von uns M – eine aussterbende Spezies sind, scheint also stark übertrieben.

Und falls Sie mit dem Gedanken gespielt haben, sich aus Spaß einen vermeintlich wertlosen Klassiker zuzulegen? Dann sollten Sie jetzt zuschlagen. Denn während die Preise für CB750 und MV750 fallen, erholt sich das untere Marktsegment gerade wieder. Nur so als Tipp. Aber Achtung: Eine K750 ist keine BMW!

Willkommen an alle neuen Oldtimer-Fahrer von Mv!
Unzerstörbar und spottbillig
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Ein sehr robustes, schnelles Tourenrad zum Spottpreis.
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Die kleinen Guzzis sind spottbillig. Und der Luftfilter ist wahrscheinlich verstopft.
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Eine K750 ist keine billige BMW.

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7 Kommentare

  1. Ich fahre eine Honda VFR750 von 1991; viel besser geht es kaum! Ein wundervolles Motorrad mit einem fantastischen Motor.

  2. Ich fing auch mal mit so einem Monster an, mit dem man sich besser nicht sehen lassen wollte – einer BMW R45N mit gerade mal 471 cm³ und 27 PS. Und ich glaube, das N steht einfach für „Nichts“. Auf der deutschen Autobahn wurde ich ständig von LKWs geschoben. Wenn ich versucht habe, dem auszuweichen und schneller gefahren bin, waren die Ventile umso schneller hinüber. Trotzdem war sie, selbst mit dieser Grundausstattung, ein gutes Pendler-Motorrad. Daraus entwickelte sich meine heutige, charaktervolle blaue R45N. Ich denke oft an die Jahre zurück, als ich durch den Winter fuhr und im Herbst regelmäßig in einen Wolkenbruch geriet, mit klatschnassen Kronjuwelen zur Arbeit kam, während meine Lederkombi tagelang trocken blieb, obwohl ich 38 km hin und zurück zurücklegen musste. Wunderbar! Und mit der geringen Leistung rutschte mir das Hinterrad nicht weg. Wenig Leistung hat also auch ihre Vorteile.

  3. Ich stimme dem teilweise zu, teilweise nicht. Alte Motorräder machen sicherlich mehr Spaß, aber Anfänger unterschätzen manchmal, dass Bremsen, Reifen und Federung bei modernen Motorrädern ganz anders sind.

  4. Für Fahranfänger ist ein älteres Motorrad oft ein hervorragendes Übungsfeld. Man bekommt ein besseres Gefühl für die Funktionsweise des Motors und kann selbst einige Anpassungen vornehmen, ohne gleich einen Laptop zu benötigen.

  5. Absolut richtig. Ein Motorrad aus den 80er oder 90er Jahren fährt sich oft einfach ehrlicher als all die neuen Maschinen mit Menüs und Lichtern.

  6. Nun, hier ist eine Antwort von dieser „eher billig gestalteten Sorte“...
    Ich besitze meinen Führerschein der Klasse A seit fast 35 Jahren, und die 10 Jahre davor bin ich einfach ohne ihn gefahren.
    Ich fahre eine BMW F650G, irgendwas aus der Steinzeit (ich glaube, Baujahr 2000), und vergnüge mich ausgiebig mit der Orgel…
    Kein Choke, das Ding hat eine Einspritzanlage und ein kleines elektrisches Problem.
    So ein Fahrrad ist doch einfach nur lächerlich.

  7. Vereinbart.
    Und in der Kategorie „Klassiker bis 500“ gibt es noch viel mehr zu kaufen, was der „ECHTE Motorradfahrer“ nicht einmal im Dunkeln ansehen möchte.
    Motorräder mit 350-500 cm³ Hubraum und 35-45 PS, mit denen man bestens zurechtkommt, vor allem hier in den Niederlanden.
    Man denke an Suzuki GS450 und Honda 450 Parallel-Twins und ähnliche Modelle.
    Zum Verkauf für fast nichts und mehr als ausgezeichnete Pendlerfahrzeuge.
    Aber nicht beliebt, weil es sich um ein „Schulfahrrad/ Damenfahrrad/ Anfängermoped“ handelt….
    Zum Glück wissen wir es besser 😉

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