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BMW Alpina B6. Bombe aus Buchloe

BMW Alpina B6. Debütant und Bombe aus Buchloe

Am 1. Januar 1965 gründete Burkhard Bovensiepen Alpina. Das Buchloeer Unternehmen widmete sich der Entwicklung und Produktion optischer und technischer Tuning-Kits für BMW-Modelle. Der BMW 1500 war das Modell für den Start des Unternehmens, und die Baureihe -02 wurde bald zu einer wichtigen Inspirationsquelle für den hauseigenen Tuner von BMW. Und nicht nur das. Nach der Ankunft des E21 wandte Alpina die Produkte für den -02 auch auf den E21 an, der 1975 eingeführt wurde. Dort ging das erste komplett von Alpina entwickelte Auto in Serie: der BMW-Alpina B6.

Früher war die E21-Serie von BMW auch ein lohnendes Objekt für die Entwicklung von Tuning-Kits. Alpina brachte vier Sätze für den E21 auf den Markt, der bis September 1977 nur als Vierzylinder erhältlich war. In der Zwischenzeit konzentrierte sich Alpina auch auf die vollständige Entwicklung seines eigenen Produktionsmodells. Als Basis diente der BMW 323i, doch unter der Haut (und auch im Innenraum) entstand ein völlig anderes Auto. Daraus wurde der BMW Alpina B6. Seine Entwicklung wurde mit der des B7 Turbo (auf Basis des E12) und des B7 Turbo Coupé (auf Basis der ersten 6er-Reihe) synchronisiert. Aber kommerziell hat der B6 die Hauptverkehrszeit gebissen Vollständig ausgeführtes Wagen von Alpina. Die beiden B7-Modelle folgten schnell.


Kein 323i-Motor

Der Verkaufsstart des B6 erfolgte im November 1978. Während der diesjährigen IAA erhielt der B6 seine offizielle Feuertaufe. Und dann sahen Presse und Öffentlichkeit, dass die Alpina-Ingenieure nicht die halbe Arbeit gemacht hatten. Basismotor war nicht der Motor M20B23KE aus dem 323i, sondern die Stromquelle M30B28 aus dem 528i der Baureihe E12. Buchloe die Stromquelle angegriffen. Die Kombination aus Leistung, viel Power und Verbrauchseffizienz war der Ausgangspunkt.

Schöne Anwendungen

Alpina brachte das Beste aus mehreren Welten zusammen. Unter anderem wurden geschmiedete Mahle-Kolben, eine Zenith-Pierburg DL-Einspritzanlage, ein vergrößertes Kurbelgehäuse (6,2 Liter) und eine vollelektronische Hartig-Zündung verbaut. Auch die Nockenwelle und die Brennräume modifizierten die Ingenieure. Das Kompressionsverhältnis betrug 9,5:1. Dank der Modifikationen erhielt der B6 eine Leistung von 200 DIN-PS bei 6200 Umdrehungen pro Minute. Das maximale Drehmoment von 248 Nm. Das wurde bei 4500 U / min erzeugt. Die Konstrukteure in Buchloe koppelten den Motor an das eng übersetzte Fünfganggetriebe von GETRAG. Alpina verbaute auch eine modifizierte Auspuffanlage. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 220 Stundenkilometern, innerhalb von sieben Sekunden wurde aus dem Stand die Geschwindigkeit von XNUMX Stundenkilometern erreicht.

Leistungsstarke Bremsen

Um die Leistung etwas einzudämmen, verbaute Alpina vorn belüftete und gelochte Scheiben, die serienmäßigen hinteren Scheiben des BMW 323i wurden beim B6 beibehalten. Alpina installierte einen größeren Kraftstofftank. Auch das Fahrwerk wurde modifiziert. Alpina verbaut Bilstein Gasdruckdämpfer, Ahle straffere und progressiv wirkende Federn,

Unterschiedliche Reifengrößen vorne und hinten

Auf der Vorderseite montiert Buchloe ein Stabilisator mit einem Durchmesser von 23 mm. Am Heck kam ein verstellbarer Stabilisator mit einem Durchmesser von 18 mm zum Einsatz. Die Räder mit Pirelli-Gummi waren eine andere Geschichte. Alpina hat den B6 mit Ronal 15 Zoll Leichtmetall ausgestattet. Die Reifen hinten (205/50) waren größer als die vorne montierten Gummis (195/50). Auch im BMW-Alpina B6 verbaute Alpina eine Servolenkung. Auch beim Exterieur haben sich die Verantwortlichen in Buchloe mit Spoilern an Front und Heck auseinandergesetzt und für das Exterieur ein spezifisches Alpina-Streifening (marktabhängig serienmäßig oder optional erhältlich) entwickelt.

State-of-the-Art-Interieur

Endlich der Innenraum. Alpina verbaute ein Pioneer-Radio mit Kassettenspieler und vier 20-Watt-Lautsprechern (hinten: Zwei-Wege-System), ein lederbezogenes Momo-Lenkrad, Recaro-Sitze mit spezifischer Alpina-Polsterung und ein modifiziertes Instrumentenset. Schließlich gab es eine noch stärkere 'E21' B6-Version. Dank Motormodifikationen stieg die Leistung des B6 auf 218 DIN PS und Alpina verbaute nun das BOSCH L-Jetronic System.

Limitierte Auflage

Insgesamt baute Alpina 533 Exemplare des imposanten und sehr teuren (E21) B6. Zum Vergleich: Er kostete in den Niederlanden mit fast 60.000 Gulden sogar mehr als ein BMW 733i und war mehr als doppelt so teuer wie ein serienmäßiger BMW 323i. Der erste B6 wurde – ebenso wie die beiden B7-Modelle – als BMW Alpina verkauft. Andere echt E21 BMW-Alpina war der C1. Bei diversen Alpina-Anwendungen wurde er zwischen dem BMW E21 Topmodell 323i und dem BMW/Alpina B6 platziert. Der C1 hatte den modifizierten Motor aus dem 323i. Dieser erzeugte im C1 eine Leistung von 170 DIN-PS.

Enge Bindung, Übernahme durch BMW

1983 verschwand der Markenname BMW aus den Alpina-Produkten. Von diesem Moment an war Alpina offiziell als Automobilhersteller registriert und die Produkte erhielten eine eigene Fahrgestellnummer. Bis heute ist die Beziehung zwischen Alpina und BMW eng, denn die Alpina-Modelle basieren alle auf einem BMW. Und diese Bindung ist nur noch stärker geworden. Und nicht nur das: BMW hat vor nicht allzu langer Zeit auch Alpina übernommen. Bis 2025 bleibt die Zusammenarbeit so wie bisher; Danach werden alle Alpinas in den BMW-Werken gebaut.

BMW 323i Bericht in AMK 11-2022
Der BMW Alpina B6 wurde auf Basis des BMW 323i entwickelt. Und letzteres steht im Mittelpunkt des BMW E21 Reports in der aktuellsten AMK-Ausgabe.

BMW Alpina B6. Bombe aus Buchloe
BMW Alpina B6. Bombe aus Buchloe
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3 Kommentare

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  1. Ich durfte mal einen B7 Turbo fahren. Meine Güte, das ging wirklich wie die sprichwörtliche Feuerwehr. Hoffentlich werde ich diesen Eindruck nie vergessen 🤪 Aber wie Lievens Schicksal habe ich auch nie einen besessen. Viel zu weit außerhalb des Budgets 😢

  2. Lieber AMK, ich konnte seine Leistung mit dem Alpina 323 genießen. Aber leider noch nie einer von mir gewesen. Liebe Grüße Lieven

  3. Fantastische Kreationen, wie die Hartges von einst. Schon damals eine hochwertige Basis, so blieb alles sauber und intakt. Kürzlich wurde in den Niederlanden ein B7 Alpina auf Basis eines E28 für mehr als 60 Eurie zum Verkauf angeboten. Viel Geld, aber das Erlebnis ist auch nach fast 40 Jahren noch einzigartig.

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