Einsendeschluss für die Juli-Ausgabe -> 19. Mai
Hommage an das Dreirad
Harm Jan Bultena und seine Leidenschaft für den Eigenbau
Dreiräder hatten schon immer einen besonderen Platz im Herzen von Autoliebhabern. Denken Sie an die charmanten Lomaxes, die schrulligen Morgan-Trikes und die robusten Trikings – jedes mit seiner eigenen Geschichte. In unserer Februar-Ausgabe von Auto Motor Klassiek Wir sprechen über die kreative Energie und Handwerkskunst, die hinter diesen besonderen Fahrzeugen steckt. Harm Jan Bultena ist einer dieser Männer, die schon in jungen Jahren den Drang verspürten, selbst etwas zu unternehmen. Wo sich andere mit Standardlösungen zufrieden gaben, beschloss er, die Ärmel hochzukrempeln und seine eigenen Kraftfahrzeuge zu bauen. Was mit dem Basteln eines Beiwagens für sein Fahrrad begann, entwickelte sich schnell zu einer wahren Leidenschaft für Technik und Selberbauen.
Von der Inspiration zur persönlichen Entwicklung
Die Idee zu seinem neuesten Projekt kam an einem alltäglichsten Ort: einer Tankstelle. Während einer Pause kam er mit einem Bekannten ins Gespräch, der seit Jahren an einem Dreiradprojekt arbeitete. Dieses Gespräch entzündete bei Harm Jan sofort einen Funken. „Warum nicht selbst einen Retro-Kleinkind bauen?“ dachte er. Schon bald wurde das Maßband hervorgeholt und die ersten Messungen durchgeführt. Mit einigen 20 mm Vierkantrohren und einer gehörigen Portion Mut baute er seine eigene Interpretation eines klassischen Dreirads. Eine alltägliche Begegnung wurde zum Startschuss für eine technische Meisterleistung.
Technische Meisterleistung auf Rädern
Was dieses Projekt besonders macht, ist der Mix aus Originalteilen und Eigenbauteilen. Harm Jan ließ sich nicht von Standardlösungen einschränken. Als Spender für Lenkgetriebe, Achsschenkel und Lenksäule diente ein Suzuki Alto, während MG-Räder für eine perfekte Verbindung mit der Straße sorgten. Selbst konstruierte Doppelquerlenker, Achsschenkel und eine sorgfältig konstruierte Aluminiumkarosserie verleihen dem Fahrzeug ein authentisches Erscheinungsbild. Auch der in Polen verchromte Kühlergrill ist ein Beispiel hauseigener Handwerkskunst. Und als wäre das nicht genug, experimentierte er mit einem Rückwärtsgang, gebaut aus einem VW-Anlasser und einem Untersetzungsgetriebe aus einem Elektrorollstuhl. Mit so vielen technischen Spielereien und einzigartigen Ideen ist das Ergebnis ein Dreirad, das sowohl auf dem Papier als auch auf der Straße beeindruckt.
Überraschend gut: das Erlebnis auf der Straße
Bei der Probefahrt ließ das Dreirad von Harm Jan niemanden unberührt. Der RDW-Tester formulierte es so: „Es fährt sich überraschend gut!“ Das Fahrzeug verfügt über ein straffes Handling und eine Beschleunigung, die an das Max-Verstappen-Gefühl erinnert – niedrig, stabil und mit einer beruhigenden Portion Selbstvertrauen. Der in der Mitte der Maschine positionierte italienische V-Twin reagiert sanft auf das Gaspedal und erzeugt einen charakteristischen Klang, der zum robusten Erscheinungsbild passt. Auch wenn Sie kein geübter Selbstbauer sind, werden Sie schnell merken, dass in diesem Projekt viel Zeit, Liebe und handwerkliches Know-How steckt.
Andere Dreiradprojekte und das Erbe der zwanziger Jahre
Natürlich ist Harm Jans Geschichte nur eine von vielen in der reichen Welt der Dreiräder. Denken Sie an die klassischen Morgan-Repliken, die einst als erschwingliche, aber dennoch originelle Straßenautos galten. Oder die Lomax-Bausätze, bei denen Nigel Whall mit seinen „niedrige Kosten, maximale Leistung“-Bausätzen schon immer eine Alternative zu den teuren Klassikern bot. Und dann haben wir natürlich das Triking, ein Projekt, das auf die Siebzigerjahre zurückgeht und stark von den Dreirädern der Zwanzigerjahre beeinflusst ist. Jedes dieser Projekte zeigt eine andere Seite der Leidenschaft für den Eigenbau und ist die Hommage an eine Ära, in der Technologie und Design Hand in Hand gingen.
Eine neue Reise durch die Geschichte
Die Geschichte von Harm Jan und seinem Dreirad zeigt, dass Selberbauen mehr als nur ein Hobby ist. Es ist eine lebendige Hommage an eine Zeit, in der Handwerkskunst und Kreativität im Vordergrund standen. Während das Dreirad auf der Straße beweist, dass Technik und Gefühl Hand in Hand gehen können, erinnert es uns daran, dass man manchmal einfach selbst anfangen muss, um etwas Besonderes zu schaffen. Jedes Teil, jede Schweißnaht und jedes handgefertigte Detail trägt zu einem einzigartigen Fahrerlebnis bei, das Sie nicht so schnell vergessen werden.
(Die Geschichte wird unten mit Fotos fortgesetzt.)

Es ist schade, dass es nicht so viele Menschen wie Harmen Jan gibt, die die Leidenschaft und das Wissen haben, die Verkehrsszene viel interessanter und angenehmer zu gestalten, als sie es jetzt ist.