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Audi TT. Einen extravaganten Klassiker der Zukunft fahren

Audi TT. Einen meisterhaften Klassiker der Zukunft fahren
ER Classics Desktop 2022

Es ist eine Überraschung. Bei Jelle Talsma in Leeuwarden stoßen wir auf einen Audi TT 1.8 5V Turbo quattro von 1999. Der langjährige Händler ist eine friesische Hochburg für italienische Marken (und seit einigen Jahren auch für Jeep). So schnell rechnet man dort nicht mit einem Audi TT auf Lager. Aber die Erklärung dafür ist einfach. Der Wagen wurde vom Erstbesitzer gegen einen Alfa Romeo eingetauscht. Johan Dijkstra kaufte den Audi im Auftrag von Talsma. Und unserer Bitte, über diesen einzigartigen Audi zu berichten, kam er gerne nach, nicht zuletzt, weil wir uns seit Jahren kennen. Es war ein denkwürdiger Tag mit dem Audi.

Diese quattro-Version ist die Version mit 180 DIN PS und bis auf die Leichtmetallräder einer späteren Serie komplett original. Wegen des berüchtigten Kurvenverhaltens der Serie 1998-2000 bekam er ein verbessertes Fahrwerk und einen Heckspoiler. Und genau das waren die Dinge, die dem TT die lebensgefährlichen Kanten nahmen. Sicherlich konnten die quattro-Versionen bei hohen Kurvengeschwindigkeiten manchmal durch ein plötzlich auftretendes Übersteuern unangenehm überraschen. Außerdem erhielten diese Versionen später eine Modifikation für die Querlenker, die klemmen konnten. Ab 2000 wurde auch die erste TT-Generation serienmäßig mit sicherheitssteigernden Elementen (unter anderem ESP und ASR) und den modifizierten hinteren Querlenkern ausgestattet. Mit den schlauen Zügen hat das Reportageauto übrigens schon lange nicht mehr zu kämpfen. Es ist bereit für einen gewaltigen Ritt und wird sich später am Tag als absolutes Phänomen erweisen. Ein solches Phänomen, das sich tief in den Fasern Ihres Körpers festsetzt.


Wiederkehrende Design-Akzente

Das Design des Audi sorgt auch fast ein Vierteljahrhundert später noch für Aufsehen. Das ist erklärbar, denn es gibt fast keine gerade Linie, und im Inneren kehrt das Design des runden, rassigen Tankdeckels mit Schraubenlöchern in viele Anwendungen (Schubkonsole, Auslässe am Armaturenbrett) zurück. Es vergleicht sich gut mit den Stangen, die Sie an der Mittelkonsole finden und mit denen Sie die Türen schließen. Letzteres ist das Signal für ein wunderbares Fahrabenteuer. Und wenn Sie möchten, können Sie mitnehmen, was Sie brauchen. Denn unter der langen Heckklappe ist ein sehr dezenter (und niedriger) Gepäckraum, damit man auf dem Weg zum Sonnenziel oder zum Wintersport auch wirklich das Nötigste mitnehmen kann. Die kleinen Sitze im Fond sind weniger nutzbar, aber das sollte bei diesem TT, der eigentlich hauptsächlich für zwei Insassen ausgelegt ist, nicht überraschen.

Abgepackt

Wenn die Türen geschlossen sind, hüllt Sie das schwarze Interieur mit Aluminiumakzenten vollständig ein. Die hohe Rahmenlinie und die mit schwarzem Leder bezogenen und beheizbaren Vordersitze verstärken dieses Erlebnis. Die robusten Möbel bieten von allen Seiten hervorragenden Halt, auch dank der dicken Seitenwangen der Sitze. Die Fahrposition ist direkt voreinander und aktiviert Sie sozusagen, um auf sehr attraktive und dynamische Weise die Meter zu machen. Außerdem tut man das in einem Hauch von Luxus, denn an Bord findet man auch das Cluster der separaten Klimaautomatik, die ihre Arbeit hervorragend macht und sich gut dosieren lässt.

Gewichtiger und sauberer Sportwagen

Dieser Audi wiegt im fahrbereiten Zustand über 1400 Kilo, ist aber wirklich ein Sportwagen aus reinstem Wasser. Du bist schnell fehl am Platz. Zunächst sollten Sie sich vor dem kurzen Eins und Zwei und der heftigen Kupplung in Acht nehmen. Wenn Sie schnell gehen wollen, werden Sie gestartet. Aber auch in ruhigeren Gewässern geht kein Mann über Bord, auch dann spricht die Technik im Audi adäquat an und zeigt das Leistungspotential. Was sehr schön ist: Beim Umschalten erwartet Sie eine resolute und kurze Schürhakenbewegung, die von einem wunderbaren Sound begleitet wird, der zum großartigen Fahrgefühl in diesem Audi passt.

Süchtig machende Zwischenbeschleunigung

Doch die rasante Beschleunigung aus dem Stand ist nicht die größte Attraktion. Das große Leistungsgeheimnis liegt in der Zwischenbeschleunigung in vier und fünf. Das ist erfreulich, auch ein Ergebnis der dauerhaften Verfügbarkeit des maximalen Drehmoments, das zudem bereits unterhalb von 2000 U/min anliegt. Sie müssen nicht einmal das Gaspedal durchtreten, um in kürzester Zeit von gemächlichem Tempo auf 140/150 Stundenkilometer zu beschleunigen. Es passiert in einer geraden Linie, und das ist süchtig machend lecker. Und wenn man bedenkt, dass dies die 180-DIN-PS-Version ist. Es gab auch TT quattro-Versionen mit noch mehr Leistung. Aber keine Sorge: auch Unsere Version ist bereits für jede Menge Fahrspaß gut.

Absurd gut in Kurven

Das Kurvenverhalten ist auf absurd hohem Niveau. Sie spüren, was die unterstützte und sehr straffe Lenkung bewirkt. Sie steuern es mit einem wunderbar dicken und überlegenen Tackling-Lenkrad. Energisch, kraftvoll und sehr souverän zieht dich der Audi in die Kurve. Und man nimmt nicht im Wahnsinn den Fuß vom Gaspedal. Andererseits. Du gehst einfach tiefer hinein. Mit Ergebnissen. Denn der TT frisst Kurven, wie ich es selten erlebt habe.

Gesegnetes Chassis

Der Grip ist fantastisch, der zierliche Hintern des Audi bewegt sich an keiner Stelle einen Millimeter zur Seite. Das exzellente Fahrwerk verrichtet in Kombination mit der quattro-Technik mit Haldex-Kupplung seinen Dienst und glänzt auch in der Geradeausfahrt. Die Gasdruckdämpfer arbeiten sehr straff, die Federkennlinie ist dank der Fahrwerksmodifikation der Vergangenheit präzise abgestimmt, sodass man den Unterschied zwischen hart und dynamisch komfortabel spürt. Und letzteres ist bei diesem Audi TT der Fall, der sich dadurch als sehr feiner Tourenwagen entpuppt.

Definitiv ein zukünftiger Klassiker

Der Audi TT ist einer der Klassiker der Zukunft. Das ist mir seit der Einführung im Oktober 1998 klar. Er bietet ein Erlebnis, das lange anhält. Das lässt einen nach über zweihundert Lenkkilometern sicher nicht so schnell wieder los. Weil dies ein großartiges Auto ist. Ein in jeder Hinsicht außergewöhnliches Auto, das an einem wunderschönen Mittwoch in meine Top 10 aufgenommen wurde. Und heimlich, heimlich will ich ihn.

Vielen Dank an Jelle Talsma Autobedrijven in Leeuwarden (www.jelletalsma.nl)

Audi TT. Einen meisterhaften Klassiker der Zukunft fahren
Audi TT. Einen meisterhaften Klassiker der Zukunft fahren
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8 Kommentare

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  1. Leider viel zu teuer im Unterhalt, Einsatz.
    Viel zu schwer für ein sportliches Auto und vor allem hässlich. Der Nachfolger sieht gut aus, aber ist er besser?

  2. Ich fahre seit Jahren TT. Friseurauto nicht gerade, aber Frauen haben es erlebt. Wahrscheinlich wegen des designartigen Designs und der nicht aggressiven Linienführung. Viele Frauen haben mich angesprochen „was für ein schönes Auto hast du! Und schwarz auch. Viele lange Fahrten mit Zelt und Co. Da war noch einiges mitzunehmen. Und trotzdem schön zu fahren. Ein echter Klassiker.

  3. Tödliche Unfälle mit dem TT in Deutschland:
    Ja das stimmt, mit de Versionen der ersten swoi Jahre! Das lag daran, dass Audi den
    Fehler begang hatte, aus Sparsamkeitsgründen die Karosserie des TT auf eine val zu kurze
    Plattform gesetzt zu haben, nämlich auf die gemeinsame Plattform auch von Golf und Skoda.
    Die meisten Unglücke passionrten mit der 220 PS – Version des stärkeren Quattro, kaum mit der
    180 PS – Version mit Frontantrieb. AUDI nahm auf Wunsch den bisher produzierten TT zurück
    und rüstete sie mit ESP (Anti-Schleuder-Elektronik) um, und der TT wurde ab jetzt einen Heck-
    Spoiler aufgesetzt.
    Ich gehörte zu den Glücklichen, die ihren TT „walking“ konnten, AUDI nahm das Auto gegen
    entsprechende Wertminderung zurück und zahlte das Geld zurück. Daraufhin konnte ich gleich
    ein neues Modell kaufen, welches ab Werk komplett ausgestattet war – und ab jetzt ging die Zahl
    der Unglück zurück.
    Meistens passerten die Unfälle bei hoher Geschwindigkeit auf einer Autobahnabfahrt, wenn man
    zu schnell in die Kurve ging und dann dabei bremste! Das Heck brach dann aus, und es konnte
    Schalen zu überschlagen.

  4. Beim Erscheinen des AUDI TT gilt sofort die Bemerkung, die dem Chefdesigner Peter Schreyer galt
    (heute Präsident/Chefdesigner KIA und HYUNDAI): „L'esprit du Bauhaus“.
    Andere bezeichneten die hohe Gürtellinie mit der schmalen Fenstersilhouette als „Schiessscharten“.
    In Deutschland hat es die 180 PS – Version nur mit Frontantrieb gegeben, von außen zu quittieren
    an nur einem Auspuffendrohr. Die Doppelauspuffendrohre wiesen auf die stärkere Quattro – Version
    mit 220 PS hin.
    Danach zu urteilen, gab es für die Niederlande und valleicht auch andere Länder außerhalb
    Deutschlands auch 180 PS – Versionen mit Quattro- / Allradantrieb.
    Der TT wurde übrigens in Ungarn gebaut, weil dort im Motorenwerk von AUDI noch Platz und
    Reserve war für die Produktion eines in kleinerer Stückzahl zu fertigenden Coupés.

  5. Bei der Teileversorgung hatte VW jedenfalls merkwürdige Vorstellungen. Ob das immer noch so ist, weiß ich nicht. Damals wussten sie zum Beispiel noch nicht einmal, dass der Golf D 1976-1982 einen Filter im Tank hatte. War nicht auf den bekannten Mikrofilmakten und war nicht im Lager. Wenn dieser Filter verstopft war, konnte der Edelstahl-Siebkorb einfach herausgezogen und gespült werden. Das wusste die VW-Werkstatt gar nicht. Da musste 'ein neuer Tank drunter' (!!) sein oder 'die Tankschläuche tauschen'. Brunnen! Ich wollte nur ein Ersatzsieb für den Urlaub. Sie führten es meinem eigenen Auto in ihrer eigenen Garage vor, woraufhin ihnen unverständlicherweise die Münder offen standen. Allerdings habe ich den Korb nicht erhalten. Der Abriss brachte schließlich eine Lösung
    So war der kurze dicke Verbindungsschlauch vom Tankrohr zum Tank beim Sharan nicht einzeln erhältlich. Und ja .... ein neuer Tank musste untergehen. Wie auch immer, nur 10 Minuten zu Fuß zur Ford-Werkstatt, wo sie genau diesen Schlauch für das Brudermodell Galaxy im Tank hatten! Beachten Sie das VW-Logo darauf!!! Und das für gerade einmal einen Cent. Ich brachte es glücklich in die VW-Werkstatt und zeigte ihnen diese Schlange. Sie haben es erraten, ihre Münder fielen wieder weit auf. Jetzt vor Scham und Wut. Hoffentlich hat sich diese Politik inzwischen verbessert.

  6. Die Geschichte des TT beginnt mit seinem formschönen Vorgänger, dem Audi 100 Coupé (von 1968 bis 1976)
    Gekauft Anfang der 90er, als das Audi Coupé 14 Jahre alt war. Letztendlich war es ein kurzes Erlebnis mangels vorhandener (Verschleiß-)Teile (schon damals!) und damit irreparabel. Die Erfahrung mit der miserablen Teileversorgung hat mich letztendlich davon abgehalten, jemals wieder ein VAG-Produkt zu kaufen.

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