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Gedo Victoria von 1953 von Tijsse. Nostalgie für eine andere Zeit.

Gedo Victoria von 1953 von Tijsse. Nostalgie für eine andere Zeit.
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Das Handelsunternehmen Geertsma in Dokkum hatte eine starke Portion Unternehmergeist. Denn sie begannen in den 50er Jahren mit der Produktion eines Fahrrads mit Hilfsmotor. Ein Fortbewegungsmittel für den einfachen Mann, passend in die Zeit, als es etwas mehr Wohlstand gab. Im Laufe der Jahre wurden über 1400 Gedo Victoria hergestellt, von denen wahrscheinlich nur noch fünf übrig sind. Und das macht diese Tjisse-Kopie ziemlich einzigartig und sicherlich wertvoll. 

Von: Dirk de Jong

Gedo (Geertsma Dokkum) beauftragte Dresco mit der Herstellung eines Fahrradmotorrahmens aus dem gleichen dicken Rohr, das in den Transportfahrrädern der Vorkriegszeit verwendet wurde. Geertsma hatte vom Markt gehört, dass 70 Prozent der Rahmen bei Bach in Baarn Risse aufwiesen. Durch die Verwendung eines besseren Rahmens bei der Dokkumer-Fertigung gab es deutlich weniger Reklamationen. Es war ein Beweis für eine gute Wahl und Herangehensweise. Der Victoria-Block wurde für den Motor der Gedo Victoria verwendet. Und mit den Weiterentwicklungen wurden später Verbesserungen vorgenommen, indem ein Modell mit einer Teleskopgabel montiert wurde. Das Originalbild der Victoria Werke AG aus Nürnberg gibt noch mehr Aufschluss. Der Motortyp war der FM 38, Baujahr 1953. 

Harter Wettbewerb

Schon damals war die Konkurrenz von Batavus, Sparta und Germanaan spürbar. So gingen die Verkäufe der Gedo Victoria zurück. Der Versuch, die Niederlande per Fahrrad mit Hilfsmotor zu erobern, war damit schwierig geworden. Damit endete die Produktion. 

Wunderbare Welt der Schlüsselspieler

Tjisse ist daher Besitzer des Gedo Victoria aus dem Jahr 1953 und sagt: „Ich bin ein professioneller Fahrrad-/Moped-Reparaturmeister und bekam ungefähr in den 80er Jahren einen Tipp, dass dieser Gedo Victoria zum Verkauf stand. Der Lack war original, aber in Anbetracht des Zustands war es tatsächlich nur ein altes Moped mit wenig Interesse. Nach ein paar Jahren habe ich die Gedo Victoria komplett zerlegt und nach der Reinigung alles wieder zusammengebaut. Es fehlte kein einziges Teil. Die Reifen waren erschöpft, also konnte ich nirgendwo die richtige Reifengröße finden, aber dank meiner geschäftlichen Netzwerke tauchten immer noch zwei Reifen auf. Ich bin stolz auf das Ergebnis, toll die Details des Mopeds anzuschauen. Die Originalschläuche sind noch in der Tasche, weitere Details sieht man nicht mehr.“ 

Schöner Hingucker

Es ist jetzt ein schönes Exemplar, das selten benutzt wird, aber es ist einfach fahrbar. Der Motor läuft wunderbar. Denn jedes Mal, wenn Tjisse seinen exklusiven Gedo Victoria für ein Dorffest oder eine Veranstaltung einsetzt, spürt er die Nostalgie vergangener Tage. 

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6 Kommentare

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  1. In den 50er Jahren hatten meine Eltern beide ein normales Fahrrad mit Moskito-Hilfsmotor. Sie liefen ganz gut, aber es gab keine Kupplung, also musste man bei jedem Stopp den Motor mit einem Dekompressor abstellen. Und dann wieder kicken.
    Als 13-Jährige bin ich ihn heimlich gefahren. So fing der Motorradvirus an!

  2. Ein Wort: „Schön“!
    Aus dieser Zeit kenne ich nur noch den Baukasten mit dem 18ccm (später noch 23ccm) selbstzündenden Lohmann Hilfsmotor. Nicht so einzigartig, aber genauso besonders. Vor allem, weil es ein Detoner-Diesel war. Allerdings sollte man nach dem Schießen nicht vergessen, die vor dem Start erhöhte variable Kompression mit einem Dreh am Griff wieder zurückzunehmen, denn dann hätte man sie nicht lange 😬

    • Ich habe einen Lohmann und das Fahren ist sehr sensibel. Ständig zuhören und anpassen. Stellen Sie die Drehzahl mit dem Dripper und die Kompression so ein, dass der Motor perfekt läuft (eine schöne Verbrennung mit möglichst wenig Kompression). Wenn nicht gut: 4 Abzweigungen oder Halt. Es ist eher ein Bediener als ein Autofahrer. Und: Gewöhnen Sie sich an den Lärm. Der Deutsche nennt es nicht umsonst: Nerven-Saga. (Nerv sah)!

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