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Gurl X12. Der Bestseller, den niemand kennt

Gurl X12. Der Bestseller, den niemand kennt

Acht Einheiten wurden jemals in den Niederlanden registriert. Und doch war es ein großer Erfolg. Dieser Gurgel X12 war der absolute Verkaufsschlager der brasilianischen Autofirma von João do Amaral Gurgel. Garantierte Aufmerksamkeit, wenn Sie die Schlüssel eines echten Gurgels auf die Bar werfen.

Solange es nicht in jemandes Bier ist, versteht sich. Denn wer mit seinem Gurgel X12 mal schnell flüchten muss, hat ein Problem. Die Basis dieses etwas größeren Buggys bildete der Weltliebling, der uralte Käfer. Mit Ausnahme des Chassis. Anders als sein Vorgänger, der Ipanema, hatte dieser geländegängige Dackel statt der Käfer-Plattform ein von Gurgel selbst konstruiertes Chassis. Die restliche Technik wie Motor, Getriebe und Achsen stammte noch aus dieser Bolle Millionen Verkäufer. Der Gurgel X12 war also nicht sehr schnell.

Allerdings sehr unterschiedlich. Kurz, stämmig und klobig; das deutet auf etwas zähes hin. Ein bisschen perspektivisch natürlich und auch stark davon abhängig, in welcher Firma er war. Oder in welchem ​​Gelände. Denn Allradantrieb war João, der in seinem attraktiven Teil der Welt regelmäßig als „Brasiliens Henry Ford“ bezeichnet wird, etwas zu ambitioniert. Dieser Gurgel X12 hatte einfach den Antrieb auf den Hinterrädern. Und vorne eine Seilwinde, wenn es mal ernst werden sollte. Der X12 hatte ein System namens Selectraction an Bord. Ein interessanter Name für ein ebenso einfaches wie effektives System: Dieses Prinzip bestand eigentlich aus zwei einzelnen Handbremsen an den Hinterrädern, mit denen die Kraft eines durchdrehenden Rades auf das andere Rad übertragen werden konnte. Damit könnte man in nicht allzu fremdem Terrain noch auskommen. Vor allem wegen seines bescheidenen Eigengewichts.


Letzteres könnte man von einem Lamborghini LM002 nicht sagen. Denn echte Fans der Gurgel behaupteten, dass es ein bisschen so aussah. Wenn Sie Ihre Augen verengen. Oder ganz geschlossen. Und diese italienische Heulsuse (V12, Drehzahl!) war nicht von Plasteel, wie der X-12, der das Gewicht gut in Grenzen hielt. Plasteel bestand aus einer Mischung aus Stahl und Glasfaser und war daher leicht und stark. Außerdem war es viel weniger korrosionsanfällig als Stahl allein, was in Brasilien ein großer Vorteil ist. Oder warte.

Vielleicht war das eher ein Vorteil unsererseits. Es wird wahrscheinlich kein überzeugendes Argument gewesen sein, den Gurgel X12 zu importieren, aber unser eigener Ruska, der sehr erfolgreiche Amsterdamer Buggybauer, hat das Sondermodell in die Niederlande gebracht. Sie sahen etwas darin für Förster, Rettungsschwimmer oder andere Unternehmen und staatliche Institutionen, die manchmal den Asphalt verlassen mussten. Anscheinend waren die Förster selbst nicht so, es war nicht gerade ein Sturm auf der Lauriergracht in den frühen Achtzigern.

Hin und wieder taucht ein seltener Gurgel auf, noch exklusiver als ein solcher Rambo-Lambo. Und Sie haben noch viel mehr Geld, um an der Bar zu brechen. Aber pass auf deine Schlüssel auf.

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3 Kommentare

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  1. Was für ein lustiges Auto!

    Der Käfer ist übrigens nicht jedermanns Sache; jeder, der auch nur ein bisschen historisches Bewusstsein hat, wird zumindest Vorbehalte gegenüber dieser Sache haben. Trotz all der lustigen/schönen/schönen Erfahrungen, die einige damit gemacht haben mögen.

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