Übergewicht – Kolumne

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Automatische Konzepte

Was mir beim Ansehen eines Bert-Haanstra-Films auffiel? Man sah keine übergewichtigen Menschen am Strand. Auch keine Fitnessstudiobesucher oder Botox-Gespritze. Oder tätowierte Menschen. Das ist heutzutage erstaunlich anders.

Etwas später lief kein Bert-Haanstra-Film, sondern eine Super-8-Filmvorführung aus der Jugendzeit. Am auffälligsten war, dass alle klassische Motorräder fuhren. Nun ja, jedenfalls. Uns fiel vor allem auf, wie klein die Motorräder aus den Sechzigern waren. Das mag damals anders gewirkt haben, weil die Menschen im Durchschnitt auch kleiner waren, aber trotzdem.

Vor Kurzem waren wir in einem Motorradladen, der (relativ) neue Motorräder verkauft. Wenig später tauchte ein alter Bekannter auf, um sein neues Motorrad vorzuführen: ein Triumph Bonneville. Es war ihm hoch anzurechnen, dass er einfach ein neues Fahrrad fuhr, obwohl der Schnee gerade erst durch reichliches Streuen von Salz weggeräumt worden war, aber das ist nebensächlich.  

Was fiel im Motorradladen und auf der noch schneebedeckten Garageneinfahrt sofort auf? Wie elegant die einst schwere 600er BMW R60/2 wirkte und wie überraschend unhandlich die Bobbie war. Aus dem schlanken Athleten war ein geselliger, korpulenter Mann geworden.

Wenn es um einen Vergleich geht, dann ein Triumph Bonneville T120: Eine Bonneville aus den 1960er-Jahren wiegt 165,5 kg. Ein neues Modell bringt es anscheinend auf 236 kg. Und das merkt man. Das Modell von 2025 hat 1200 cm³ statt 650 cm³ und leistet rund 80 PS. Die „schwere“ Maschine dürfte etwa 190 km/h erreichen. Die ursprüngliche T20 wurde mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 180 km/h angegeben. Das hätte ihre Höchstgeschwindigkeit sein sollen. Die Geschichte hat gezeigt, dass diejenigen, die versucht haben, die Höchstgeschwindigkeit einer so alten Bonneville so lange zu halten, meist beunruhigende und teure Erfahrungen gemacht haben.

Die BMW R60 hatte eine Leistung von 30 PS und wog 195 Kilogramm. Sie soll eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 145 km/h (90 mph) erreicht haben.

Ein weiterer wesentlicher Unterschied zwischen den heutigen Spitzenmotorrädern und denen von früher? Die Sitzhöhe. Für uns, die wir zumeist ältere Oldtimer-Fans sind, ist das ein kleines Problem. Es kam bei einem Treffen von Motorrad-Veteranen immer wieder zur Sprache: Auf diese modernen Maschinen zu steigen, indem man einfach das Bein über den Sitz schwingt, ist oft schwierig bis unmöglich. Dass man im Stand die Füße flach auf den Boden stellen kann, ist ebenfalls ein deutlicher Vorteil.

Hier in der Scheune steht ein Gespann mit Fußstütze als Trittstufe und eine einst beeindruckende V7 von 1967. Ich kann damit so lange klettern, bis ich einen Rollator brauche. Sie hat außerdem einen sehr seniorenfreundlichen Schwerpunkt.

Wir sprachen über damals und heute.
Aber was wäre, wenn wir uns ansehen, wie klein Motorräder früher waren? Schaut euch einfach das Bild unter diesem Artikel an! Es weckt eine schöne Erinnerung an Misha/Mike Buttinger, als wir jünger waren.

Die Ansicht eines alten Mannes: Es gibt derzeit kein Motorrad, das ich in meiner Garage haben möchte.

Zum Glück.
Weil die Garage voll ist

Fettleibig
Schlank und zart wie eine Ballerina
Fettleibig
Es war bereits ein moderner Höhepunkt: Ein Ölgemälde im Rahmen Bonnie
Fettleibig
Fettleibig
Dank an Roadrunner Motoren

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3 Kommentare

  1. Die Honda C110 Super Cub Sport war ein 50-ccm-Motorrad, das meinem Vater gehörte und das er später verkaufte. 1989 kaufte ich für unsere Tochter bei einem Ducati-Händler eine Honda SS50 und eine ähnliche C110 zu einem sehr günstigen Preis. Ein gelbes Emblem am vorderen Kotflügel kennzeichnete sie als Moped ohne Pedale! Sie wurde selten benutzt, und leider verkaufte ich sie zusammen mit der SS50. Die Preise haben sich seitdem etwas verändert!

  2. Deine Ergebnisse sind richtig, Dolf. Aber das zweite Foto zeigt nicht Oil In Frame Bonnie.
    Ein OIF sieht ganz anders aus. Hässlicher und mit schlecht funktionierenden, konischen Bremsnaben.
    Eine höhere Sattelstütze und quadratische Luftfilterkästen. Ich hatte ein ähnliches Fahrrad (Baujahr 71) und bin es 16 Jahre lang gefahren.
    Laut RDW (Niederländische Fahrzeugbehörde) existiert sie noch. Die VR 40-30. Goldfarbener Tank und Schutzbleche. Ein echtes Charaktermotorrad.
    Der Motorblock selbst war zuverlässig, aber der Rest konnte die Vibrationen oberhalb von 5.000 U/min nicht verkraften.
    Vor Jahren habe ich einen Trackday mitgemacht. Zehn Runden auf dem nationalen Rundkurs in Assen. Das sind insgesamt 40 km. So schnell wie möglich.
    Ich beschleunigte auf etwa 6800 U/min und gab dann Vollgas über die Veenslang-Schnellstraße. Dabei stellte ich fest, dass der Blinkerhebel, der Tachometer, das Nummernschild und die Sitzbank beschädigt waren.
    Und trotzdem war es ein fantastisches Motorrad! Ich bin immer noch Erstbesitzer (!) und fahre meine Honda CB650Z, die ich 1979 neu gekauft habe, bei schönem Wetter. Sie ist Baujahr 1951 und noch recht original, mit einer schönen Patina!
    Ich wünsche allen viel Spaß auf ihren Motorrädern in diesem Jahr.

    • Hallo Sybe. Danke für die Korrektur/Ergänzung und deine Geschichte. Ich finde diese konischen Naben wunderschön und würde am liebsten alles drumherum gestalten. Mit 4500 U/min könnte ich leben.

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