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Robins Suzuki
Robin Hofstede mag alle Motorradmarken, aber Suzukis liegen ihm oft besonders am Herzen. Deshalb tauschte er seine einzigartige GSX 1100-EFE mit 1216 cm³ Hubraum, angetrieben von einem Mikuni HSR 45-Vergaser mit Saugrohreinspritzung und Kompressor, gegen seine Harley. Manche fanden diesen Tausch unverständlich. Eine echte Harley-Davidson gegen eine alte, restaurierte japanische Maschine. Seltsamer hätte es nicht sein können. Aber die einmalige Gelegenheit, das Motorrad zu besitzen, von dem er geträumt hatte, seit er in seinen Anfängen online davon gelesen hatte? So eine Chance kann man sich nicht entgehen lassen!
Robins Suzuki
Diese alte Suzuki ist eine ganz besondere Maschine. Sie wurde von Gert-Jan Geurts in den Anfängen des Internets gebaut. Unter den beiden Besitzern nach Gert-Jan wurde die Suzuki kontinuierlich weiterentwickelt und erreichte weiterhin das gleiche hohe Qualitätsniveau. Robin plant, die Maschine auf dieselbe Weise weiter zu perfektionieren. Er hat Erfahrung in diesem Bereich. Seine getunte Suzuki in einem vernickelten Martin-Rahmen trägt einen Aufkleber mit der Aufschrift „In Arbeit!“ auf der Verkleidung. „Work in Progress“, sozusagen. Man denkt nach, berechnet, entwickelt und testet das Ergebnis. Und dann geht etwas kaputt, denn selbst die risikofreudigsten Japaner hätten sich nie vorstellen können, die durchdachte Konstruktion so weit über ihre Grenzen hinaus zu belasten.
Man repariert die kaputten Teile. Und schon taucht das nächste schwächste Glied in der Kette auf. Und so weiter. Außerdem sind die Technologie und die Abstimmung eines Motors mit Kompressor, der das Gemisch aus dem modifizierten Vergaser ansaugt, äußerst empfindlich. Die Gemischregelung über den gesamten Drehzahlbereich ist besonders wichtig. Deshalb befindet sich eine Luft-Kraftstoff-Verhältnisanzeige direkt im Sichtfeld des Piloten. Ach ja: Die voll programmierbare Zündung ist ebenfalls ein Muss!
Ein perfekter Ausgangspunkt
Robins stolzer Erwerb ist ein perfekter Ausgangspunkt. Der Erbauer und die Vorbesitzer arbeiteten alle mit Bedacht und Fachkenntnis, mit chirurgischer Präzision, und verwendeten dabei nur die hochwertigsten (und teuersten!) Materialien und Bauteile. Sämtliche Berechnungen, Zeichnungen und Notizen wurden akribisch dokumentiert und in Ordnern von der Größe echter Statenbijbels abgelegt. Allein die Tests auf verschiedenen Prüfständen müssen ein Vermögen gekostet haben.
Sehr witzig, und entgegen dem, was man von reinen Technikern – oder besser gesagt, von solchen Perfektionisten – erwarten würde, wurde auch dem Erscheinungsbild der längsten Suzuki, die wir je gesehen haben, viel Aufmerksamkeit geschenkt. Die Lackierung entspricht den originalen Suzuki-Farben, aber in Hamamatsu wurde sie noch nie so sauber und satt aufgetragen. Und die Rohre am und um den Kompressor sind perfekt verlegt. Sinnlose Gewalt sah noch nie so schön aus.
Die Wurzeln des Tieres
Und das alles, obwohl das Original schon eine ziemlich wilde Maschine war. Die Suzuki GSX 1100 EFE hatte, gelinde gesagt, ein überraschendes Fahrverhalten. Aufgrund der originalen 16-Zoll-Räder und der Fahrwerksgeometrie wurde die instabile Suzuki sogar von den Gesetzgebern in Westaustralien verboten. Interessanterweise traten die Stabilitätsprobleme nur auf, wenn der Fahrer weite, flatternde Kleidung trug. Dieses Flattern verursachte minimale Lenkbewegungen, wodurch die Suzuki ins Wanken geriet und schwankte. Mit ordentlich gekleidetem Fahrer fuhr sich die schwere Suzuki hingegen wie ein Uhrwerk.
Inzwischen hatten allerlei Geschwindigkeitsfanatiker entdeckt, dass die luft-/ölgekühlten Suzuki-Vierzylindermotoren (SACS Suzuki Advanced Cooling System) nahezu unbegrenztes Tuningpotenzial boten. Die Motoren wurden auf unterschiedlichste Weise eingesetzt, um die stärksten und schnellsten an einem Ort zu sein. Und genau das dürfte Gert-Jan Geurts inspiriert haben. Dank des fast endlosen Radstands ist das Fahrverhalten zudem äußerst souverän.

Eine wunderschöne, technisch einwandfreie Suzuki ist immer ein Augenschmaus. Meiner Meinung nach war es eine sehr gute Entscheidung, sie gegen eine langweilige Harley einzutauschen. Das Fahrverhalten hängt meiner Ansicht nach immer vom Fahrer ab, niemals vom Motorrad.
Der Soes sieht schnittig und gut designt aus, wow! Über seine Leistung kann ich nur spekulieren. Gibt es denn irgendwelche bekannten Leistungsdaten zum Antriebsstrang?
Technisch gesehen ist das alles schön und gut, aber leider geht diese Art von Maschine oft auch mit einem gewissen Verhalten einher, das auf öffentlichen Straßen nichts zu suchen hat.