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Saab 96 Zweitakt Kurznase, 1962

Saab 96
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Ich bin für einen ganz besonderen Klassiker nach Dalfsen gereist. Die Rede ist von einem Saab 96 Zweitakter Short Nose von 1962. Speziell wegen des Wagens, aber noch mehr wegen des Zustands. Jetzt treffe ich täglich auf restaurierte Klassiker. Oft auch in diesem Zustand. Selten gibt es einen Liebhaber, der mit so viel Liebe und Liebe zum Detail einen relativ einfachen Klassiker in diesen Zustand bringt. Aus Kostengründen ist dies eher Autos aus dem höheren Segment vorbehalten. Es wurden keine Kosten gescheut.

Kurze Nase

Der Saab 96 wurde 1960 eingeführt und blieb bis Januar 1980 in Produktion. Mehr als eine halbe Million Exemplare wurden in dieser Zeit gebaut. Dies war das Modell, das Saab international bekannt machte. Das Auto war zu seiner Zeit wegweisend in Sachen Sicherheit und erzielte viele Erfolge im Motorsport.


40-Jahr ab dem ersten Besitzer

Diese schneeweiße Schönheit ist die erste Serie des seit 20 Jahren produzierten Modells, die während ihrer Produktionszeit mehrere Änderungen durchlief. Die Short Nose (oder Bolneus)-Version, gekennzeichnet durch den Kühler hinter dem Motor, wurde bis 1965 produziert. Aber mit diesem Armaturenbrett und dem Dreiganggetriebe wurden sie nur für die ersten drei Jahre hergestellt. Dieser Saab 96 wurde 1962 in Schweden neu ausgeliefert und blieb fast vierzig Jahre beim ersten Besitzer, bevor ihn ein Enthusiast zur Restaurierung in Ungarn übernahm. Der Besitzer, den wir interviewt haben, ist über via via auf das Auto gestoßen und hat sich Hals über Kopf in den Perfektionsgrad des Saab verliebt. Aber auch wegen der langen Historie des Autos und der vielen Originalteile, die dabei sind. So gibt es zum Beispiel eine originale Standheizung (damals eine Elektromotorvorwärmung) und eine Vergaserheizung mit dem Auto. Beides sehr seltene Teile, die den strengen schwedischen Wintern standhalten.

Wie die Feuerwehr

Wir gehen zur Fotolocation und dafür wird der Saab 96 Zweitakt Short Nose 'angemacht'. Ich höre ein perfektes Mofa-artiges Schnurren und rieche altmodische Gemischschmierung. Klingt schön, aber gleichzeitig erwarte ich nicht viel von der Leistung dieses 750-ccm-Motors mit 38 PS (28 kW) und drei Zylindern. Ich fahre hinter dem Saab her, bin aber sofort von der Beschleunigung überrascht. Er geht wirklich „wie die Feuerwehr“! Was für ein schönes Auto. Zum Zuschauen, Hinsetzen und Mitfahren. Mit nur drei Gängen kann man das schon fast als Automatikgetriebe bezeichnen. Und mit diesen Zylindern und 750 ccm fast schon wieder modern.

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7 Kommentare

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  1. Schöner Artikel, ich hatte schon immer ein Faible für Zweitakter.
    Ich selbst hatte 1971 einen DKW F12 Zweisitzer, Cabriolet. Wir hatten eine tolle Zeit und haben geheiratet. Kein Service, Tanken und Öl…
    Ob das heute noch von der „guten Gemeinde“ geschätzt würde? Hatte immer eine "Flaume und einen Geruch" um sich herum

  2. Habe eine, Baujahr 1963, bei 100000 km Kurbelwellenlager defekt gehabt, eines Abends bei einem Saab Händler über einen Bekannten, eine neue Kurbelwelle eingebaut, nach 2 Stunden Bastelei wieder fertig, dann 10 Minuten warten dann war der Schnee geschmolzen und man konnte fortsetzen.

  3. Fantastisches Auto zum Fahren/Touren mit…..fährt wie ein 6 Zyl. (3=6)
    Dies ist ein 1964er 4-Gang, etwas leiser!
    Und schön alle Reaktionen unterwegs oder an der Tankstelle.....

  4. Kein schlechtes Wort über die schöne Restaurierung, aber ich habe nie verstanden, warum sich SAAB mit ihrem Flair und ihrer Fähigkeit, schon früh großartige Mach-2-Kampfjets zu bauen, im Gegensatz zu Volvo mit automobilen Zweitaktern beschäftigte.

    • Vielleicht, weil das Konzept des 2-Takt-Motors doch nicht so verrückt ist.
      Was die Emissionen betrifft, sehen wir das heute anders, aber damals gab es weniger Autos und Menschen.

  5. Ich erinnere mich mit Wehmut an diese Zeit. War 1972 Wehrdienst leisten musste wenig Geld kaufte einen Saab 96 von 1965 für fl. 600,00 Gulden fuhr ihn und pflegte ihn im Auto-Hobby-Club an der Karzerne in Crailo. Fantastische Zeit, besonders das getrennte Tanken von Benzin plus Zweitaktöl damals von Castrol, diese spezielle Luft gibt es heute noch. Gesegnet. Ja und dann den Freilauf fahren, wenn man den Freilauf ein- und ausschaltet, oh mein Gott, was für eine Zeit genieße ich jetzt. Danke für den schönen Artikel. Ruud

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