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Toyota Celica RA24. Wunderbarer klassischer Kreuzer und selten in Europa

Toyota Celica RA24. Fahren eines wunderbaren und seltenen Kreuzers
© Bart Spijker

Ein Toyota Celica aus den ersten sieben Jahren der siebziger Jahre bedarf für viele Klassik-Enthusiasten keiner Erklärung. Ja. Das hast du gedacht. Der Toyota Sportwagen kam 1970 auf den Markt und begann seine Karriere als Hardtop. Später erweiterte der japanische Hersteller die Celica-Reihe um den Liftback. Wie üblich gab es mehrere Versionen und Motoren. Das stimmt. Weniger bekannt ist aber, dass Toyota sein Angebot je nach Kontinent zusammengestellt hat, und das galt auch für den Celica. Die Auswahl war für den heimischen Markt riesig, und das amerikanische Sortiment unterschied sich wiederum von dem in Europa.

Beispielsweise wurde die 20er-Serie des Celica in den USA und Kanada mit dem 20R-Motor geliefert. Dieser 2189-cm³-Motor war in Europa nie im Celica-Programm. Aber in Amerika schon. Auch Toyota setzte für Kalifornien einen Katalysator ein. Und Henk Toonstra hat so einen California Celica, mit Dreigang-Automatik.


Sein Auto stammt aus dem Jahr 1976 und ist eigentlich ein Reihe zwei der 20er-Reihe, unter anderem mit der geraden Front und dem Auto, das zusammen mit der 23er-Reihe ab Oktober 1975 das Hardtop der früheren 20er-Versionen übernahm. Wir werden einen ausführlichen Bericht über dieses besondere Auto machen, und Sie sind natürlich gespannt, wie sich ein RA24 im Vergleich zu den europäischen Hardtop-Versionen mit einem 2T-Motor unter der Haube fährt. Sie können später mehr darüber lesen, nur ein wenig Geduld.

Zuerst beschreiben wir Henks Toyota Celica RA24. Der japanische Klassiker ist in Silber lackiert. Auch dieses Auto wurde 1976 neu ausgeliefert (in Kombination mit der Ausstattungsvariante ST). Und nicht nur die Bezeichnung auf den vorderen Kotflügeln verrät, dass dieser Toyota neu in San Francisco ausgeliefert wurde. Sie können es auch an den Sicherheitsstoßstangen sehen, an den Blinkern an den Seiten. Außerdem sieht man die Zierleisten an den Flanken, die in einem grazilen Bogen nach hinten ansteigen und sich dann geradlinig nach hinten fortsetzen. Und dass diese Celica aus Kalifornien kommt, sieht man auch am Indikator im Uhrenshop. Abgastemp heißt es, und das heißt, diese Celica ist mit einer Katze ausgestattet.

Henk Toonstra denkt gar nicht daran, seine Celica komplett neu lackieren zu lassen. Die sonnige Patina verrät ebenso wie die Stoßstange alles über die Herkunft dieser Celica. Die Stoßstangen bleiben, wo sie sind, und der Sonnenschutz im Lenkrad wird nicht repariert. Sehr schön: Der Aufkleber mit der Nummer 140 behält seinen Platz auf der linken Seite der hinteren Stoßstange. „Das war wohl die Auktionsnummer, mit der das Auto aus Amerika nach Rotterdam kam“, sagt Henk. Abgesehen von ein paar Plattenteilen lässt es auch die sonnige Patina unversehrt. Henk hat auch andere Räder montiert, und unter der Motorhaube befindet sich ein doppelter Weber-Vergaser. Aber zum größten Teil hat der Celica seine ursprünglichen Eigenschaften, und der Toyota blieb ab 1976 ziemlich original.

Es wurde viel getan, um die Celica wieder in den richtigen technischen Zustand zu versetzen. Der Motor ging aus, er bekam eine neue Steuerkette. Weiterhin wurde das gesamte Bremssystem (inklusive Servobremsen) überarbeitet und der Celica bekam auch ein neues Lenkgetriebe. Und natürlich ist der Toyota hervorragend gepflegt, an Flüssigkeiten und Filtern wird sicherlich kein Abstrich gemacht. Aber trotzdem und wie gesagt: Bei diesem Toyota ist vieles beim Alten geblieben und der Zustand des Celica ist mehr als akzeptabel.

Nimm die Möbel. Es ist in einem Top Zustand und passt perfekt. Das merkt der Unterzeichner, als Henk ihm erlaubt, das Steuer für den Rückweg vom Fotoort zu übernehmen. Die Vordersitze (mit integrierten Kopfstützen) im Celica-Cockpit bieten eine schöne niedrige und leicht einstellbare Sitzposition, auch in Bezug auf Lenkrad und Pedale. Auffallend ist, dass in dem optisch tief ausgeschnittenen Hardtop viel Bewegungsfreiheit vorhanden ist. Alle Bedienelemente sind leicht zu erreichen, und obwohl alles für Siebziger-Standards super voll ausgestattet ist, können Sie die Dinge einfach durch Berührung finden. Zudem lässt die Fülle an Messgeräten in puncto Übersichtlichkeit keine Wünsche offen.

So einfach wie der Toyota es dem Fahrer ergonomisch macht, so einfach ist das Fahren. Sie bemerken, dass die Celica eine technische Überarbeitung erhalten hat. Das Auto lenkt hervorragend, ein Lenkbefehl wird kaum verzögert und man spürt, was passiert. Stichwort: Ausgewogenheit, und das gilt auch für die hervorragend dosierbare Bremsanlage.

Diese Qualifikation gibt Ihnen eine sehr gute Vorstellung davon, was der Käufer damals gekauft hat: ein sehr ausgewogen fahrendes Auto, das sich besser und weniger unbeschwert fährt als beispielsweise die europäischen 1600er-Versionen. Das hat auch mit dem etwas komfortabler abgestimmten Fahrwerk (McPherson und Stabilisator vorn, Starrachse mit Schraubenfedern und separaten Dämpfern hinten) zu tun. Aber der Hauptfaktor für den Unterschied liegt unter der Haube. Das ist keine Frage von besser, das ist nur ein ganz anderer Motor. Und das verleiht der Celica einen ganz individuellen Charakter.

Den Unterschied macht der 20R-Motor mit dem Alukopf (Ventilsteuerung: SOHC) mit halbkugelförmigen Brennräumen und dem Graugussblock. Der Motor ist ausgesprochen gutmütig und entfaltet sein Drehmoment gleichzeitig sehr ausgewogen. Der 20R-Motor (nach kalifornischer Vorgabe leistete er 91 PS) erreicht sein maximales Drehmoment von 162 Nm früh: bei 2800 U/min. Und gerade das macht den Celica in dieser Version zu einem äußerst entspannten Auto, mit dem man unterwegs ist. Er jagt dich keinen Moment, in diesem klassischen Toyota entspannst du dich einfach.

Will man mit flotter Geschwindigkeit (auch hier: nicht nötig) aufs Gaspedal treten, dann beschleunigt der Toyota gleichmäßig. Auch das Automatikgetriebe passt sich perfekt an die Stellung des Gaspedals an. Motor und Getriebe sind also eine hervorragende Kombination. Henk Toonstra und wir sind uns einig, dass eine vierte Stufe für die zusätzliche Sicherheit an Bord nicht fehl am Platz gewesen wäre. Aber auch in diesem Celica kann man mit dem Dreigang-Automatikgetriebe problemlos die Segnungen zählen.

Mit diesem Motor an Bord ist die Celica ein wirklich herausragender Cruiser. Er zeigt, warum es in dieser Konfiguration so gut zu Nordamerika passte. Dank der hervorragenden Arbeit, die Henk leistet, zeigt er heute seine historischen Referenzen und seinen schönen Charakter mit Begeisterung. Rückwirkend ist das auch ein Kompliment an seine historischen Schöpfer. Weil Toyota durchaus in der Lage war, seine Autos auf die Bedürfnisse eines bestimmten Marktes zuzuschneiden. Celica RA24 von Henk Toonstra macht locker, aber unmissverständlich deutlich, was das in Friesland bedeutet. Und warum Toyota auch in den USA der XNUMXer-Jahre ein wichtiger Faktor war.

Toyota Celica RA24. Fahren eines wunderbaren und seltenen Kreuzers
Typische Linienführung, die im Rücken fließende Züge aufweist. Die Celica ist an Tausenden erkennbar © Bart Spijker
Toyota Celica RA24. Schöner Kreuzer und selten in Europa
Europäische Stoßfänger sind bei dieser Celica ein No-Go. Besitzer Henk Toonstra behält daher die amerikanischen Stoßstangen an seinem Klassiker © Bart Spijker
Toyota Celica RA24. Schöner Kreuzer und selten in Europa
Der 20R-Motor mit 2189 cm³ Hubraum stand in Europa nicht auf dem Programm © Bart Spijker
Toyota Celica RA24. Schöner Kreuzer und selten in Europa
Der Celica bietet wirklich einen beeindruckenden und reich ausgestatteten Arbeitsplatz © Bart Spijker
Toyota Celica RA24. Schöner Kreuzer und selten in Europa
Eines der Merkmale des Modelljahres 1976 (ab Herbst 1975) war die Ankunft der aufrechten Front, die zuvor in Japan das Licht der Welt erblickte. © Bart Spijker
Toyota Celica RA24. Schöner Kreuzer und selten in Europa
Ein klassischer Toyota passt irgendwie perfekt in diese produktive Umgebung ©Erik van Putten
Toyota Celica RA24. Wunderbarer klassischer Kreuzer und selten in Europa
Zum Abgastemp† An der Leuchte sieht man, dass Toyota einen Katalysator für den kalifornischen Markt verbaut hat. © Bart Soijker

3 Kommentare

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  1. Schönes Auto, aber die Front sieht aus wie ein Mitsubishi Galant / Celeste. Übrigens ist fast kein Celica so schön wie das erste Modell mit Fließheck.

  2. Aus der Zeit, in der ich das Auto von Bekannten von uns (ja, so eine Celica) gewartet habe, weiß ich, wie zuverlässig sie waren. Sie hatten jedoch ein Rostproblem. Da Tectyl zwischen den Nähten lief, wurde viel Elend verhindert. Aber dieses Exemplar fährt seit vielen Jahren in gutem Zustand mit seiner Karosserie auf niederländischen Straßen. Die Wartung war ein ziemlicher Spaß. Du hast dich gut erholt und es gab wirklich keine Überraschungen. Sie haben ein wenig Öl verwendet, als die Ventilkappen zu Petrus waren, aber sie waren wirklich sehr zuverlässig. Zuverlässiger als viele deutsche Konkurrenten!! Der Motorcharakter, das definierte Gefühl beim Schalten des manuellen Getriebes und der spezifische Sound dieser Celica waren ein Fest, das man aus dem tiefen Sitz genießen konnte. Etwas Rap mit viel Gas am Lutscher wurde mit einem Powerslide belohnt.
    Ich selbst bin VW meist treu geblieben, aber gerade die Japaner haben einen tieferen Eindruck hinterlassen. Fair ist fair. Danke, dass du diese Erinnerungen mit diesem Artikel zurückgebracht hast!!

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