Daimler DOUBLE SIX V12 INSIGNIA. SYMPHONISCH IN OPTIMA FORMA

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Nur ein Moment an einem schönen Samstagmorgen. Die A31 ist ziemlich leer, da diese Straße immer Ruhe und Frieden garantiert. Und diese Qualität passt zu dem Auto, mit dem wir reisen: dem in Regency Red lackierten Daimler Double Six Insignia von 1994, einem sehr späten Exemplar der XJ40-Serie. Die Erfahrung ist phänomenal.

Heutzutage sind wir von der Ausstattung einiges gewohnt, aber wenn wir die Zeit zurück ins Jahr 1994 drehen, findet man sich im Nachhinein in einem ultra-luxuriösen und majestätischen Auto wieder. Es wird Ihnen an nichts fehlen. Zwölf Zylinder – verteilt auf zwei Zylinderbänke – arbeiten fantastisch zusammen, sie teilen die Kräfte einstimmig auf und bündeln sie dann zu fantastischem Potenzial. Es ist ein gigantisches Orchester, das sorgfältig aufeinander abgestimmt ist und keinen falschen Ton spielt. Wenn Sie überhaupt etwas hören. Denn man muss genau hinhören, um die fantastische Symphonie aus der Ferne wahrzunehmen.

Die Ruhe ist angenehm. Die Ausstattung ist von Vorteil. Ebenso der Sitz. Die cremefarbenen Sitze (elektrisch in allen Positionen verstellbar) garantieren eine stundenlange Fahrt, die Sie genießen können. An Bord ist auch alles, was einen Menschen glücklich macht. Ein elektrisches Schiebedach, Tempomat, Klimaanlage, Rollos, ein Bordcomputer, Leder und Holz in genau den richtigen Proportionen ... Und ganz dezent: Auf der rechten Seite des Armaturenbretts werden Sie daran erinnert, dass Sie sich in einem exklusiven Zustand befinden Britisches Auto mit V12-Motor. Vorne. Weniger ist mehr.

Auch das Exterieur ist ein Beispiel für Differenzierung, das zugleich nicht verbirgt, warum dieses Auto noch die Buchstaben XJ im internen Codenamen trägt. Natürlich hatten der XJ40 und seine Verwandten ihr eigenes und erkennbares Gesicht. Aber im Profil sieht man immer noch den ersten XJ. Das Regency Red lässt sich hervorragend mit den dezent eingesetzten Deko-Akzenten kombinieren. Die Alufelgen strahlen keine Sportlichkeit, sondern puren Chic aus.

Der Umgang dieser Führungskraft ist großartig. Beeindruckend ist die Leichtigkeit, mit der die Kombination aus Federung und Dämpfung jede Unvollkommenheit herausfiltert. Die Charakteristik ist wirklich ultrakomfortabel, und das passt natürlich sehr gut zu dieser exklusiven Limousine. In dieser Hinsicht wird es Ihnen an nichts fehlen. Und das gilt auch für die formidable Bremsanlage, die nicht nachgibt und sich sehr gut dosieren lässt.

Natürlich ist Ihnen bewusst, dass sich im Vorschiff eine gewaltige Energiequelle befindet. Und doch merkt man vorne nicht wirklich viel Fettleibigkeit. Natürlich merkt man, dass man nicht mit einem Dreizylinder-Turbo unterwegs ist. Doch das Gewicht der Stromquelle hat weniger Einfluss auf das Handling, als man denkt. Die Schwere des gewaltigen Motors merkt man erst, wenn man bei flottem Tempo den Kurs ändert. Dann muss man etwas langsamer fahren und es fühlt sich untersteuert an. A Stunden im Voraus Ein Einlenken anzufangen ist zwar nicht notwendig, aber es ist auch etwas übertrieben, scharf in die Kurve einzufahren. Etwas, das überhaupt nicht zum geschmeidigen Charakter des Autos passt. Sanftes Lenken mit fließender Bewegung wird dem Daimler am besten gerecht.

Der 5993-cm³-Motor ist mit einem hervorragend schaltenden Viergang-Automatikgetriebe von GM gekoppelt, und kein Wunder: Das Zusammenspiel ist hervorragend abgestimmt. Die starke Automatik verfügt auch über einen Sportmodus, der Normalmodus passt jedoch am besten zur Automatik. Denn dann ist die Kraftverteilung des riesigen Motors am besten. An Bord bleibt alles ruhig, auch wenn man etwas schneller aufs Gaspedal tritt.

Die Leistungsentfaltung des V12-Motors ist beeindruckend. Die Kapitalakkumulation erfolgt auf zivilisierte, aber sehr stetige, schnelle und ausgewogene Weise. Und es fühlt sich an, als hätten Sie jederzeit mindestens 400 Nm Drehmoment unter Ihrem rechten Fuß. Bevor Sie es merken, fahren Sie mit für den Führerschein gefährlichen Geschwindigkeiten. Und während dieser beeindruckenden Beschleunigungsmomente schreckt der Daimler überhaupt nicht zurück. Es ist wie in einem ICE-Nachtzug, es saust einfach dahin, mit dem rhythmischen Zwölfzylindersound leise im Hintergrund.

Gibt es überhaupt keine kritischen Notizen zu knacken? Nicht wirklich. Oder es kann sein, dass die vielen Bedienfunktionen manchmal kompliziert zu entschlüsseln sind. Die flachen Panels neben der Lenksäule machen die Bedienung diverser Funktionen und des Infotainments gewöhnungsbedürftig. Dies gilt auch für die Platzierung der Tasten für die elektrische Sitzsteuerung. Es erfordert einiges an Suchen und das blinde Finden der richtigen Schaltfläche und der richtigen Funktion dauert einige Zeit eine Sache.

Mit weniger als neunzehntausend Kilometern auf dem Tacho wurde dieser Daimler gerade erst eingefahren. Und es bleibt die Frage, ob dies bewusst geschah. Aber wenn ja, verstehen wir es. Denn Exklusivität ist etwas, das man ausschließlich genießen kann. Obwohl das problemlos jeden Tag möglich wäre. Weil man nie genug davon bekommen kann, diesen ultimativen Exoten mit seinem ganz eigenen britischen Stil zu fahren.

Mit Dank an: Dijkstra Classic Cars & Youngtimers

Bildnachweis: Bart Spijker

Hinweis: Die Nummernschilder sind für Fotozwecke angebracht. Selbstverständlich haben wir vor der Fahrt das Händlerkennzeichen überprüft.

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Daimler Doppelsechs-V12-Insignien. symphonisch vom Feinsten
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4 Kommentare

  1. Damals dachte ich, dass die XJ-Serie und damit auch die Daimler-Derivate dieser Generation mit diesen klobigen Scheinwerfern und Rücklichtern am wenigsten attraktiv wären. Aber die Zeit macht vieles wett, vor allem wenn man sieht, was Jaguar heute auf die Straße bringt.

  2. Hatte den 6-Zylinder-4-Liter-Motor in der gleichen Farbe mit schwarzem Leder. Wunderschönes, elegantes Auto und fuhr großartig! Bei normalem, entspanntem Fahrstil beträgt durchschnittlich 1 von 8…

  3. Ich weiß noch nicht, ob dieses Modell Hydroventile hat.
    Beim bisherigen 12-Zylinder-Modell benötigt eine Fachwerkstatt allein für die Einstellung der Ventile zwei volle Arbeitstage.
    Daher ist die Wartung für den normalen Enthusiasten etwas unerschwinglich.

    • Und bei einem Test auf dem Prüfstand konnten die Garagentore auch bei eisigem Winterwetter vollständig geöffnet werden, da der 12-Zylinder ziemlich viel Wärme in die Werkstatt brachte.
      So etwas kauft man nicht, weil es schön und günstig ist.

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