Der Vriezema-Autoschrank. Eine progressive Idee der siebziger Jahre

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Es ist kaum vorstellbar. Sie fahren Ihr Auto auf einer zufällig ausgewählten Straße oder Straße. Sie beschleunigen und stellen fest, dass Ihr Auto nicht beschleunigt. Sie haben das Gefühl, dass die Geschwindigkeit begrenzt ist. Und Sie wissen, dass die Polizei die Geschwindigkeit für Sie festlegt. Unwirklich? Ja, das ist es immer noch. Aber in den frühen XNUMXer Jahren wurde eine Idee lanciert, die teilweise ihre Schatten vorauswarf. Der Erfinder: Tjip Vriezema aus Enschede.

Der Elektroingenieur aus Twente demonstrierte vor mehr als 45 Jahren seine Erfindung: einen Geschwindigkeitsbegrenzer. Heutzutage überrascht uns kaum noch die Möglichkeit, die Geschwindigkeit selbst einzustellen. Aber in den frühen 50er Jahren wurden Experten verschiedener Interessengruppen (KNAC, ANWB) und Regierungsstellen überrascht. Vriezema stellte eine Box vor, mit der Fahrer zwischen den Fahrgeschwindigkeiten 70, 90, 110, XNUMX und frei wählen können. Per Knopfdruck wurde ein Elektromotor unter der Haube aktiviert, der die Gaszufuhr auf die entsprechende Geschwindigkeit reduzierte.

Von außen eingestellt

Das Besondere war, dass die Box auch von außen bedient werden konnte. Die Polizei könnte beispielsweise über einen Sender den gesamten Verkehr bremsen. Natürlich wäre dann jedes niederländische Auto mit der Box ausgestattet. Der Staatskasse war damit nicht gedient, der Verkehrssicherheit natürlich teilweise gedient. Zum Teil, weil eine Box für ausländische Verkehrsteilnehmer (noch) nicht erwähnt wurde.

Kfz-Steuerkarte

In der Vorkamera-Ära könnte die Box auch eine Lösung für Autofahrer bieten, die sich systematisch weigerten, ihre Kfz-Steuer zu zahlen. Autofahrer konnten sich dann – gegen Zahlung der Kfz-Steuer – als Zahler registrieren lassen und erhielten in diesem Fall eine Karte, die an der Box befestigt werden musste, um das Auto fahren zu lassen. Die Vorteile waren unzählig: Der Kontrollapparat der Steuer- und Zollverwaltung konnte sich über Einsparungen freuen, und der Regierung war sicher, mehr Kfz-Steuer zu erheben.

Mehr umgesetzt als gedacht

Die Regierung sollte die aus der Entdeckung resultierenden Einnahmen verwenden, um das niederländische Straßennetz für die Anwendung dieser Technologie geeignet zu machen. So weit ist es nie gekommen. Heute lässt sich jedoch rückwirkend feststellen, dass die Automobilindustrie den Spin-off dieser Erfindung tatsächlich angewendet hat. Heutzutage überrascht niemand mehr ein Tempomat, ein Geschwindigkeitsbegrenzer oder adaptive Systeme, die der Sicherheit dienen. Zudem entwickeln Automobilhersteller immer mehr Autos, die dem Fahrer immer mehr Funktionen abnehmen.

Kilometergebühr moderne Variante

Auch über Kilometergebühren ist viel gesprochen worden, und tatsächlich handelt es sich dabei um die moderne Variante der Kfz-Steuerkarte, die mit einer Kamera, einem Sender und einem Autochip ausgestattet werden kann. Die Polizei, die die Geschwindigkeit eines Autos in unsicheren Situationen aus der Ferne einstellte, kam nie vom Boden ab. Vielleicht können die Matrixboards als die zeitgemäße Alternative zur fernsteuerbaren Geschwindigkeit angesehen werden. Diese werden von den zuständigen Beamten aus der Ferne eingestellt. Dieselben Schilder weisen auch auf Verkehrswarnungen und -hinweise hin.

Nach vorne schauen

Massenverkehr auf Knopfdruck zu stoppen, war jedoch schon immer eine Brücke zu weit. Fest steht aber, dass Herr Vriezema in den XNUMXer Jahren mit genialem Weitblick über Lösungen für Sicherheit und Staatsfinanzen nachgedacht hat. Seine Erfindung kam öfter zum Einsatz, als er sich hätte vorstellen können. Und den aktuellen Verkehr aus der Ferne stoppen oder verlangsamen? Diese Möglichkeiten sind näher als Sie denken.

Stand der Technik ermöglicht eine erneute Untersuchung

2013 sprachen EU-Verantwortliche in Brüssel davon, im europäischen Kontext eine Box einzubauen, die die Höchstgeschwindigkeit ausliest und die gefahrene Geschwindigkeit entsprechend anpasst. Und tatsächlich haben verschiedene Autohersteller ein solches System im Haus. Und was ist mit den Navigationssystemen? Sie zeigen einwandfrei die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der befahrenen Strecke an.

Quelle: Der VW

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4 Kommentare

  1. Interessantes Stück.
    Ich vermisse nur die Fotos der besprochenen Kiste (die damals eine ziemlich große Kiste gewesen sein muss)
    Wie wurde damals der Wireless-Aspekt umgesetzt?

  2. Dank eingestelltem Tempomat nutze ich meinen rechten Fuß eher zum Bremsen als zum Beschleunigen. Sie sollten in der Gegend von Wervik (Belgien) fahren. Je nach Region unterschiedliche Geschwindigkeit auf den Straßen. Zusammen mit der Verkehrszeichenerkennung keine überhöhte Geschwindigkeit mehr. Eine Anwendung, die ich nicht mehr missen kann.

  3. „Fahrer“, die sich daneben benehmen, oder noch schlimmer, ein Fahrverbot für eine gewisse Zeit erteilen, (z.B. x-tes x mit Vater, betrunken, Spiel gespielt; Porsche kennt ihr, letztes x mit Todesfolge junges Mädchen!), ) , gib eine süße Strafe?? Es ist an der Zeit, dass sich diese sanften Richter zurückziehen. Ich möchte sagen, dass bestimmte, zum Glück kleinere Gruppen von Menschen es immer der großen Gruppe vermasseln (wie Fußballessen, also Holigans). Durch jahrzehntelanges Versagen unserer Justiz muss der Rest dafür bluten?! Wie lang?!
    Also, lieber selber fahren, keine Roboter, wach bleiben..... 😜

  4. Klischee mit grauem Bart bis zu den Knien, aber trotzdem: 'Big Brother is Watching You'. Es kommt immer näher...

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